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Telefon-Hacker

Router gehackt - Moerser erhält Horror-Telefonrechnung

28.01.2014 | 07:00 Uhr
Router gehackt - Moerser erhält Horror-Telefonrechnung

Moers.   Es scheint eine neue Betrugsmasche zu sein: Hacker verschaffen sich Zugang zu Router-Anlagen und rufen teure Nummern im Ausland an, bei denen der Inhaber der Nummer mitverdient. Ein Betrogener aus Moers sollte innerhalb einer halben Stunde für über 4200 Euro telefoniert haben.

Es war an einem Samstag vor ein paar Wochen, als Max Raabe zum Hörer griff und ein Telefonat führen wollte. Doch der Anschluss war gesperrt. Der Mitarbeiter der Service-Hotline des Telefonanbieters 1&1 riet ihm: „Gucken Sie mal auf ihre aktuellen Kosten.“ Was Max Raabe auch online tat: „Gut, dass ich gesessen hab’.“ Er sollte innerhalb einer halben Stunde für über 4200 Euro telefoniert haben.

Scannen Sie ihren PC, ändern Sie die Passworte “: Das war der erste Rat, den der Mann an der Hotline gab. Der Schaden war da allerdings schon angerichtet: Innerhalb einer halben Stunde, genauer gesagt von 12.40 Uhr bis 13.10 Uhr, hatten die Hacker so oft wie möglich eine Telefonnummer in Katar angewählt und dem 60-jährigen Max Raabe eine Telefonrechnung von 4208,89 Euro beschert. Raabe: „Das muss eine Maschine gewesen sein.“ In dieser halben Stunde kam eine Gesamtgesprächszeit von fast 70 Stunden zusammen. Wenige Tage zuvor, kurz vor Mitternacht, müssen die Hacker eine Art Probelauf gemacht und eine Auskunft angerufen haben, bevor sie massiv zuschlugen.

Identitätsdiebstahl im Internet

Peter Sobotka, Telefonexperte der Firma TCS in Moers, wurde von Stephan Küppers, dem Anwalt des Geschädigten eingeschaltet, und gibt Tipps: „Wir raten, auch wenn es mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, jede Telefonrechnung genau zu lesen. Wenn Unklarheiten bestehen, sollte man sofort ,Einwendung’ einlegen. Bei Fritz-Boxen sollte man diese immer mit einem Passwort schützen und dieses auch öfter wechseln. Beim Mobilfunk sollte immer das Gerät und die Mobilfunkkarte mit einem Passwort geschützt werden.“

Max Raabe hat mittlerweile alles getan, um sich zu schützen. Auch seine Mail-Adresse befindet sich unter den Millionen derer, die gehackt wurden, wie er beim Check heraus fand. „Ich mache nichts über WLAN, alles nur über Kabel“, so der 60-Jährige, der sich und seine Daten bislang sicher wähnte. Aber ein neues Virenprogramm fand auf seinem Rechner sofort zwei Trojaner.

Max Raabe: „Ich habe online bei der Polizei Anzeige erstattet.“ Ein Gespräch mit der Kripo brachte zutage, dass es sich beim Angriff auf seine Fritz-Box nicht etwa um einen Einzelfall handelt. Ralf Awater, Pressesprecher der Polizei Wesel: „In den letzten sechs Monaten gab es rund ein Dutzend Fälle.“ Vermutlich würden Nummern im Ausland angewählt, bei denen im Falle eines Anrufs der Inhaber der Nummer die Hälfte mitverdient.

Harry Seelhoff

Kommentare
04.02.2014
08:46
Router gehackt -[...] - BILD ähnlich Berichterstattung
von SkaterTim | #13

Dieser Artikel gleicht der Berichterstattung von BILD!

Die WAZ hätte hier glänzen können durch einen seriösen, mahnenden Bericht mit hilfreichen...
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8922516
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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-moers-kamp-lintfort-neukirchen-vluyn-rheurdt-und-issum/hacker-greifen-telefonkunden-an-id8922516.html
2014-01-28 07:00
Moers, Fritz-Box, Telefon-Hacker, kostenpflichtige Nummern, Sicherheit, PC, BSI
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