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Völkerverständigung

Gutes Zusammenleben nach der Bergwerksschließung sichern

30.01.2010 | 06:30 Uhr

Dass das Bergwerk West für das friedliche Zusammenleben vieler Nationen in Kamp-Lintfort eine wesentliche Klammerfunktion hat, das kann man gar nicht kräftig genug betonen.

Insofern ist es sinnvoll, sich rechtzeitig Gedanken darüber zu machen, wie dieses Zusammenleben auch nach der geplanten Schließung des Bergwerks reibungslos funktionieren kann. Ein guter Ansatzpunkt dafür ist das Integrationskonzept, das in diesen Tagen vorgestellt worden ist.

Es wurde nicht am grünen Tisch geboren oder im stillen Kämmerlein eines Instituts, sondern viele Bürger waren daran beteiligt. In verschiedenen Arbeitsgruppen ersannen sie Ideen, wie die Integration der Migranten verbessert und mehr Gemeinsamkeit erreicht werden kann. Schade dabei ist, dass nur ein Teil der Migrantengruppen die Chance wahrnahm, sich bei diesem Prozess mit einzubringen.

Mehr über die Anderen erfahren

Vielleicht sind die geplanten regelmäßigen Treffen von Schlüsselpersonen dieser Gruppen ein geeignetes Mittel, dies zu ändern. Denn Voraussetzung zu gemeinsamem Handeln ist, dass man mehr über die Anderen erfährt und weiß. Eine gute Idee sind zugleich die geplanten Lotsen, die einen Informationsfluss sichern sollen. Unabhängig von den Konzept-Ideen sollte man auch einmal gründlich bilanzieren, was in Kamp-Lintfort bereits auf dem Feld der Integrationsarbeit läuft.

Dann lässt sich auch genauer feststellen, wo Bestrebungen noch zu verstärken und welche Initiativen unter Umständen miteinander zu vernetzen sind, um eine Optimierung zu erreichen. Ziel aller Bestrebungen muss sein, dass deutsche Bürger und solche mit Migrationshintergrund sich nicht nur bei Festen mit folkloristischem Rahmen begegnen und miteinander ins Gespräch kommen.

Ulrich Ernenputsch

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