Gute Angebote müssen auch genutzt werden
26.08.2008 | 19:38 Uhr 2008-08-26T19:38:23+0200EINKAUFSBUS. Viel Lob und zufriedene Senioren. Zum Überleben braucht das Utforter Projekt mit Edeka Gerdes auf Dauer mehr Mitfahrer.
MOERS. Es ist wie so oft, wenn engagierte Private versuchen, das Schlimmste zu verhindern. Nach der Schließung des letzten Lebensmittelladens im Stadtteil Utfort war der Unmut der Anwohner groß, vor allem ältere Utforter beschwerten sich. Zwei Ratsherren aus der Nachbarschaft, die Genossen Erich Kallmann und Volker Marschmann, hatten genau hingehört und ein besonderes Projekt auf die Beine gestellt: den Einkaufsbus. Nach einem Zwischenhoch ist es ruhig geworden, was beide wundert.
"Die Reaktionen waren prima, alle sind zufrieden. Vielleicht ist das Angebot über die Ferien wieder in Vergessenheit geraten", folgert Marschmann. Denn die Nutzung passt nicht zur positiven Resonanz. Aus den immer gut 20 - zumeist älteren - Passagiere ist zuletzt die Hälfte geworden. Auf Dauer wohl zu wenig für den Edekamarkt Gerdes im Rheinkamper Ring, der das Projekt finanziell überhaupt möglich macht. "Ist doch logisch, dass es sich für beide Seiten lohnen muss", erklärt Volker Marschmann und appeliert an die Einkaufsbus-Fahrer, die Gelegenheit regelmäßiger zu ergreifen. "Ende September kommt der Bus auf den Prüfstand."
Die Route: Jeden Donnerstag geht's um 14.30 Uhr los an der Haltestelle Markstraße/Buschstraße. Weitere Stationen: 14.40 Uhr Kirche Friedenstraße, 14.50 Haltestelle Fünderich in Eick-Ost, 15 Uhr Sparkasse Eick-West, 15.05 Uhr St. Ida Baumstraße, 15.10 Uhr Awo Rathausallee, 15.20 Uhr Edeka. Rückfahrt umgekehrt ab 16.30 Uhr. (mip)
09:21
Es ist halt wie immer: Es regen sich Hunderte öffentlich auf, dann brauchen 150 UNBEDINGT etwas und am Ende, wenn einige Idealisten etwas eingestielt haben, nutzt es keiner.
Wo sind denn die ganzen Schreier, die noch vor ein paar Monaten ohne ihren Markt vom Hungertod bedroht waren?