Günstige Bedingungen in Kamp-Lintfort

Wohnen am Volkspark: Mit Neubaugebieten will Kamp-Lintfort punkten.
Wohnen am Volkspark: Mit Neubaugebieten will Kamp-Lintfort punkten.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bürgermeister Christoph Landscheidt sieht seine Stadt und die Einwohnerzahl auf einem guten Weg. Die Kommune verlor laut Statistik nur wenige Bürger.

Kamp-Lintfort..  Die Stadt Kamp-Lintfort ist auf einem guten Weg. Auch wenn die Statistik von „Information und Technik“, ehemals Landesamt für Statistik, im Zeitraum zwischen Dezember 2013 und 30. Juni 2014 einen leichten Verlust an Einwohnern vermeldet (von 36 973 auf 36 949), so sieht Bürgermeister Christoph Landscheidt dennoch frohen Mutes in die Zukunft. „Ich kann es noch nicht verifizieren, aber ich habe die Verwaltung beauftragt mal genauer nachzuschauen“, beschreibt er sein Gefühl. Er sei aufmerksam geworden durch die Anmeldezahlen in den Kindertagesstätten: „Dort hat es im vergangenen Jahr eine erhebliche Entwicklung nach oben gegeben, und die zeigt für das Kindergartenjahr 2015/16 noch einmal deutlich nach oben.

Damit sieht Landscheidt zum einen seine Grundstückspolitik bestätigt, die Familien Vorteile gewährt, als auch die Entscheidung, die Kita-Gebühren zu streichen, was ebenfalls Familien nach Kamp-Lintfort locken soll. Als „sehr gut“ schätzt Landscheidt die Auftragssituation im neuen Wohngebiet „Am Volkspark“ ein. Zehn Grundstücke von 59 sind verkauft, so ist auf der Homepage der Stadt ersichtlich. Dafür gibt es etliche Reservierungen. „Die Grundstücke sind erst acht Wochen am Markt. Wir alle wissen, wie lang der Weg bis zum unterschriebenen Notarvertrag ist“, erklärt Landscheidt. Der Optimismus ist auch nötig: Schließlich hat Kämmerer Martin Notthoff den Erlös der Grundstücke in seinem Haushaltsplan einkalkuliert. Um so mehr schaut der Bürgermeister auf die aktuelle, für Häuslebauer positive Zinsentwicklung und auf die nach oben zeigende Entwicklung am Arbeitsmarkt. „Das sind günstige Rahmenbedingungen. Bis Ende des Jahres ist das Neubaugebiet zumindest in weiten Teilen vermarktet“, ist der Verwaltungschef sicher.

Herausfinden sollen die Verwaltungsleute nun auf Wunsch des Bürgermeisters, ob auch die Studenten der Hochschule Rhein-Waal im Meldeverzeichnis verstärkt auftauchen. Denn – zum Leidwesen vieler Hochschulstädte – „vergessen“ die Studenten gerne schon mal, sich umzumelden, oder melden nur einen Zweitwohnsitz an. „Auf jeden Fall haben wir aber die Bediensteten der Hochschule, dort sind immerhin 60 bis 80 Arbeitsplätze geschaffen worden“, hofft Landscheidt. Was immer auch der Blick auf die genauen Zahlen bringt: „Für uns ist die Tendenz wichtig.“

Im gesamten Kreis Wesel gehen die Einwohnerzahlen seit 2002 mit einem Spitzenwert von 477 900 Bewohnern zurück. Aktuell sind es 457 059. 435 000 Personen werden im Jahr 2030 im Kreis Wesel leben, sagt der Landesbetrieb Information und Technik voraus. Wie viele davon dann wohl in Kamp-Lintfort wohnen?