Gottke will Verwaltung Neukirchen-Vluyns umkrempeln

Jochen Gottke
Jochen Gottke
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Was wir bereits wissen
Die Sozialdemokraten läuteten gestern den Bürgermeister-Wahlkampf ein. Jochen Gottke wird den Neukirchen-Vluynern als perfekter Kandidat präsentiert.

Neukirchen-Vluyn..  Wer sagt eigentlich, dass Wahlkampf keinen Spaß machen darf? Das sozialdemokratische Wahlkampfteam stellte gestern in fröhlicher Runde sei­nen gut gelaunten Bürgermeisterkandidaten vor, dem es an Selbstvertrauen nicht mangelt: „Für diesen Job braucht man das Handwerkszeug und die Erfahrung.“ Und beides, davon ist Jochen Gottke überzeugt, bringt er mit.

Ein Mann und sein Roller

Da es bei der nächsten Wahl ausschließlich um den Job des Bürgermeisters geht, ist der SPD-Wahlkampf ganz auf den Kandidaten zugeschnitten: Jochen Gottke wird den Neukirchen-Vluynern als Experte, Bürger und Mensch präsentiert. Als Experte, weil er als Leitender Verwaltungsdirektor der Stadt Solingen die Qualifikation besitzt, große Verwaltungseinheiten zu führen. Als Bürger, weil er der Neukirchen-Vluyner von nebenan ist, der sich sozial engagiert. Und als Mensch, weil auch ein Bürgermeisterkandidat seine kleinen Schwächen hat – bei Jochen Gottke ist es sein heiß geliebter Motorroller.

Und so wird er in den kommenden Monaten im Großformat das Stadtbild bereichern, im Vordergrund Jochen Gottke im dunklen Anzug und mit roter Krawatte, im Hintergrund sein cremefarbener Roller. Sein Team sieht in ihm den „perfekten Kandidaten“, er selbst merkt mit einem Schmunzeln an: „Politik ist nicht nur bierernst.“

Die Wähler an die Urnen bringen

Nicht nur, aber oft genug: Die größte Sorge der Sozialdemokraten ist die Wahlbeteiligung. Die Wähler zu mobilisieren sei – und da sind sich alle einig – schon bei der Kommunalwahl schwierig gewesen und werde bei der Bürgermeisterwahl mit Sicherheit nicht leichter. Daher nutzt das Wahlkampf-Team konsequent die neuen Medien, setzt aufs Internet und auf Facebook. Man will mit dem Wahlkampf aber nicht nur emotional, sondern auch inhaltlich überzeugen.

Die SPD verschweigt zudem nicht, dass es eben nicht nur darum geht, den Bürgermeister zu stellen. Denn dieser hat eine Stimme im Rat, und mit dieser einen Stimme steht und fällt die Mehrheit – wird Jochen Gottke zum Bürgermeister gewählt, so könnte er vermutlich einige der Probleme angehen, die er während seines Wahlkampfes in den Fokus stellt.

Als da wären die dringende Sanierung der Straßen, Kanäle und Schulen, sowie der Umbau der Stadtverwaltung. Diese müsse umstrukturiert werden, so Gottke, sonst ließen sich die Aufgaben der kommenden Jahre nicht bewältigen. Dass sich mit Bürgermeister Gottke etwas ändern wird, da sind sich die Sozialdemokraten sicher. Immerhin stellt die SPD seit der Kommunalwahl 2014 die stärkste Fraktion im Rat.