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Gesucht: Acht Millionen Euro

04.12.2008 | 20:04 Uhr

Die Niederberg-Eigentümerin RAG Montan Immobilien muss sich Geld für die Erschließung bei Banken leihen.

Es läuft wirklich nicht gut mit dem Niederberg-Projekt. 2001 schloss die Zeche, sofort wurden viele schöne Pläne gemacht – doch bis heute liegt die ehemalige Zechenfläche brach. Was sich derzeit tut, ist auch kein Grund zum Jubeln. Denn jetzt sucht man eine Bank, die gut 8 Millionen Euro für die Erschließung mit Straßen und Kanälen gibt. Und das angesichts der größten Banken- und Finanzkrise seit Jahrzehnten. Auch das noch, denkt so mancher sich.

Bis vor kurzem war das ganz anders. Da streckte das DSK-„Mutterhaus” die Gelder für Erschließungen vor. Es kam bei der Vermarktung von Flächen wieder zurück. Und noch im Frühjahr war angekündigt worden, die Millionen für die Erschließung sollten Anfang 2009 endlich fließen.

Jetzt kommt es anders. Denn die alte Besitzerin der Zechenbrache, die MGG, existiert nicht mehr. Sie wurde dieses Jahr verkauft, zurückgekauft und umgewandelt. Jetzt heißt sie RAG Montan Immobilien GmbH und gehört der Gesellschafterin RAG. Montan Immobilien steht nun auf eigenen Beinen. Was bedeutet: Sie muss sich das Geld für die Erschließung irgendwo leihen.

Ralf Hüttemann ist der Niederberg-Projektleiter bei Montan Immobilien. Er kann und will die Umstrukturierungen des Konzerns nicht kommentieren. Und er bekundet, optimistisch zu sein, was die Geldbeschaffung angeht. Schon seit dem Sommer sei man mit Gesprächen und Sondierungen auf dem Finanzmarkt beschäftigt. „Gerade in der heißen Phase kam die Finanzkrise.”

Jeder Projektentwickler müsse sich finanzieren. „Wir sind überzeugt, dass wir den Kapitalmarkt überzeugen können.” Die Planung laufe ja weiter, parallel zu den Finanzverhandlungen. „Es gibt keinen Grund, Krisenszenarien heraufzubeschwören. Obwohl auch wir lieber schneller gewesen wären.”

Bei der Zechenschließung hatten vier Minister große Versprechungen gemacht, was Geld und Hilfen für die Stadt anging. Inzwischen hat das Projekt, bei dem ein ganzer Stadtteil entstehen wird, rund drei Jahre Verzögerung.

Zeitschiene wäre

möglich gewesen

Hüttemann zu der Schlappe mit der Fachhochschule, die nach Kleve geht: „Uns wäre die Niederberg-Lösung lieb gewesen.” Dass die Absage mit dem Stillstand auf der Brache zu tun haben könnte, will der Projektleiter nicht gelten lassen. „Angepeilt war 2010 oder 2011. Das wäre uns auch möglich gewesen”, behauptet er.

Hüttemann setzt weiter auf das Frühjahr für den Erschließungsbeginn. Feste Zusagen will er nicht machen.

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