Gestern mal in der ersten Reihe
05.07.2011 | 17:42 Uhr 2011-07-05T17:42:00+0200
Issum.Das Verdienstkreuz am Bande erhielt gestern Waltraud Kokon. Der Bundespräsident hat ihr die Ehrung für ihr jahrelanges Engagement im sozialen Bereich verliehen. Landrat Wolfgang Spreen überreichte es ihr gestern anlässlich einer Feierstunde.
„Mit der Nachricht von der Ordensverleihung musste ich erst mal fertig werden“, beschreibt Waltraud Kokon ihre Gefühle. Es habe denn auch ein paar Tage gedauert, bis sie damit umzugehen wusste. „Ich stehe nicht gern in der ersten Reihe. Aber es ist schon toll, so geehrt zu werden.“
Zehn Jahre im
Gemeinderat
1989 trat Waltraud Kokon in die SPD ein und engagierte sich dann zehn Jahre im Gemeinderat. Seit 1999 ist sie im Kreistag aktiv und fungiert dort augenblicklich als Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss und im Betriebsausschuss. Von Beginn an unterstützte sie den Vorstand des Ortsvereins und war bis 2004 stellvertretende Vorsitzende.
Neben ihrer politischen Tätigkeit setzte sich die Ordensträgerin auch immer im sozialen Bereich für ihre Mitmenschen ein. Sie baute die Flüchtlingshilfe mit auf und unterstützte die Hilfe suchenden Asylbewerber nach Kräften. Sie begleitete sie bei Arztbesuchen, Behördengängen und organisierte Ausflüge für sie.
1992 trat Waltraud Kokon in die Arbeiterwohlfahrt ein. Dort wirkte sie bei der Einrichtung des Seniorenfrühstücks mit. Vier Jahre war sie auch im Kreisvorstand der Awo und setze sich für das Frauenhaus in Kleve besonders ein.
Der Erhalt von Kulturdenkmälern liegt der Ordensträgerin ebenfalls am Herzen. So gehört sie zum Arbeitskreis „His-Törchen“, organisiert Ausstellungen und legt dort auch selbst Hand an. Sie ist darüber hinaus Gründungsmitglied des Fördervereins Herrlichkeitsmühle, der für die Sanierung des Denkmals sorgte.
Als Schöffin beim Landgericht Kleve fungierte Kokon sieben Jahre. Ab dem nächsten Jahr wird sie auf Anfrage erneut als ehrenamtliche Richterin beim Sozialgericht Duisburg aktiv.
„Ich habe viel gelernt aus meinen Tätigkeiten. Und immer, wenn es gut lief, habe ich die Arbeit in andere Hände gelegt und etwas Neues angefangen“, schilderte die rührige Ordensträgerin.
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