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Gestatten? Zukunft!

22.01.2012 | 17:15 Uhr
Gestatten? Zukunft!
Tag der offenen Tür in der Hochschule Rhein-Waal in Kamp-Lintfort. Prof. Frank Zimmer bei der Präsentation des Studienganges E-Government. Foto: Markus Joosten / WAZ FotoPool

Kamp-Lintfort.Eine Traube Luftballons über der Eingangstür, ein Schild weist hinauf in den ersten Stock. Kein großes Tamtam zum Tag der offenen Türin der Hochschule. Aber dieses Gebäude an der Südstraße 8 hat es in sich.

Professor Dr. Marie-Louise Klotz, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal, kann in ihrer Begrüßung werben: „Eine neue Hochschule hat keine Probleme sich auszustatten: Alles wird neu angeschafft.“ 1 700 Studierende hat die Hochschule mit Kleve und Emmerich, in Kamp-Lintfort sind es über 600. Im Jahr 2014 zieht der Campus in den Neubau in der Stadtmitte.

„Im Wintersemester 2009/2010 waren wir noch zwei Dozenten“, erinnert sich Prodekan Prof. Dr. Hans Zimmer. Heute lehren hier 15 Professoren, es gibt acht Studiengänge und ein junges Kollegium. „Alles Leute mit Praxiserfahrung, die gern mit anpacken.“ Sechs Stunden lang Vorträge, Versuche, Vorführungen und Schnupperkurse, zum Beispiel in Russisch. Im Sprachenzentrum gibt es hier zum Beispiel auch Spanisch oder Chinesisch.

Es gibt das Duale Studium und berufsbegleitende Studiengänge, Bachelor- oder Masterabschlüsse.

Familiäre Atmosphäre

Besucher Hans-Peter Bung ist Kamp-Lintforter und Ausbilder im Logistik-Bereich. Ihn interessiert „Mobility and Logistics“. Mit 40 Jahren hat er seinen Kraftverkehrsmeister gemacht. „Da war ich schon der älteste“, schmunzelt der heute 48-Jährige. Größtes Hemmnis wären noch die Englischkenntnisse, aber auch da hilft die Hochschule.

Nikolaus Fischer aus Rheinberg ist 21 Jahre alt und Erstsemester der Medien- und Kommunikationsinformatik. Er wollte einmal Lehrer werden, aber: „Die Hochschule hier ist das Beste, was mir passieren konnte!“ Hier hat er die Entwicklung des „Digital Campus“ miterlebt, auch schon selbst programmiert. „Das hätte ich früher niemals geglaubt.“

Professor Karsten Nebe macht per 3D-Kamera und Beamer einen schlichten Tisch zu einem futuristischen „Multitouch“-Computerterminal. Hier können per Handgeste komplexe Modelle erforscht und gestaltet werden. „Die Studierenden werden sehr früh an die Praxis herangeführt“, erklärt Nebe.

Abiturientin Freya Mämpel aus Xanten informiert sich zu „Information and Communication Design“, interessiert sich für Medien und Sprachen. „Vielleicht nehme ich auch noch Japanisch dazu.“ Und die Hochschule ist nahebei, das ist ein Argument.

Mario Schneider aus Moers, 19 Jahre alt, studiert im ersten Semester E-Government und ist Presse- und Öffentlichkeitsmitarbeiter der AStA. Sein Statement: „Wir sind eine tolle Hochschule, wir können ‘was und möchten auch andere motivieren, herzukommen!“

Marianne Moor und Alicia van der Zwaag sind ebenfalls Design-Erstsemester. Moor: „Ich bin hier ganz zufrieden. Alle sind freundlich, es herrscht eine angenehm familiäre Atmosphäre.“ Alicia van der Zwaag ergänzt: „In unserem Kurs sind nur 30 Leute. Wo hat man heute noch Chancen darauf, dass die Professoren einen mit Namen kennen?“

Insgesamt präsentiert sich hier eine quicklebendige, junge Hochschule, die mit vielen Kompetenzen, ihrer Praxisnähe und einem kollegialen Klima für sich werben kann.

Holger Müller

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