Geschichte modern vermittelt

Moers..  Der Kirchenkreis Moers nutzt Geocaching als Methode der Geschichtsvermittlung: „Orte haben eine Geschichte, wir wollen sie sprechen und erlebbar werden lassen für die, die vor einem Haus, einem Grabstein, einer Fabrik stehen, wir wollen junge Menschen an Orte der Erinnerung führen“, sagt Lutz Zemke. „Wir nutzen dazu eine Methode, die zurzeit sehr beliebt ist - Geocaching.“

Dabei handelt es sich um eine Art elektronische Schnitzeljagd. Zu finden sind an ausgewählten Stätten mit historischer Bedeutung so genannte QR-Codes, kleine Quadrate, die sich aus Rechtecken und Quadraten zusammensetzen mit dem Logo „Zeitzeichen“. Wer die Codes mit seinem Smartphone einliest, bekommt Informationen zu diesem Ort angezeigt, auch Bilder und weiterführende Links.

„Unsere Themen sind zurzeit das Gedenken an das Kriegsende der Zweite Weltkrieg und die Judenverfolgung“, erklärt der Referent für Jugend- und Erwachsenenbildung des Kirchenkreises Moers.

„In der politischen Bildungsarbeit wird diese Methode unter dem Namen Educaching schon länger erfolgreich eingesetzt“, sagt Paul Dettmering aus Kamp-Lintfort, der das Zeitzeichenprojekt technisch umgesetzt hat und inhaltlich begleitet. „Es ist ideal, weil es gut umsetzbar ist und junge Menschen anspricht.“