Geschichte macht Sieger

Preisträger Geschichtswettbewerb Adolfinum Moers im Bild : Die beiden Preisträger Philipp Oberberg (links) und Niklas Balbon (rechts). Foto : siegfried wensierski
Preisträger Geschichtswettbewerb Adolfinum Moers im Bild : Die beiden Preisträger Philipp Oberberg (links) und Niklas Balbon (rechts). Foto : siegfried wensierski
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Was wir bereits wissen
Zwei Adolfiner errangen Preise im Wettbewerb des Bundespräsidenten. Damit nehmen sie jetzt auch am Rennen auf Bundesebene teil

Moers..  Dass sich junge Menschen mit der Vergangenheit beschäftigen, ist wichitg, aber nicht selbstverständlich. Zwei, die das sehr gründlich getan haben, sind Philipp Oberberg (16) und Niklas Balbon (16) vom Gymnasium Adolfinum. Lohn der Mühen: die Preisverleihung im Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Die beiden Moerser erhielten je einen ersten Preis auf Landesebene und gehen damit auch für den Sieg auf Bundesebene ins Rennen. Diese Preisverleihung findet im November statt.

Das Thema, um das es ging: Anderssein und der Umgang der Menschen damit in Vergangenheit und Gegenwart. „Es hat sehr viele Facetten und ist daher für ein Geschichtsprojekt gut geeignet“, erläutert Projektlehrer Thomas Kozianka. „Es gibt reichlich Beispiele, wo Menschen ausgegrenzt werden oder sich freiwillig außerhalb gestellt haben. Darum macht auch Geschichte und das Geschichteerzählen einen Sinn. Es sind immer die gleichen Mechanismen, über die die Schüler aufgeklärt sein sollten. “

So hatte sich Philipp das Thema Pressefreiheit in der Zeit um 1850 ausgesucht, das er am Beispiel einer liberal-kritischen Zeitung in Xanten beleuchtete, die der königstreuen Obrigkeit damals ungelegen kam und nach ein paar Jahren eingestellt wurde.

Niklas befasste sich mit dem Umgang mit Asylbewerbern. Er zeigt dabei auch auf, dass in Ostdeutschland in den 90er Jahren die Flüchtlingsheime brannten. Zu seiner Arbeit gehört aber auch die CDU-Forderung nach einer Grundgesetzänderung in Sachen Flüchtlinge in den 80-er Jahren, und auch, wie in Moers die Menschen mit dem Thema umgingen: Die NPD-Demonstrationen in Moers, die mit der Angst der Bürger spielten, aber auch die Gegenbewegung der Moerser Flüchtlingshilfe „Blumen statt Steine“.

Gute Noten

Beide Arbeiten wurden von der Jury im Wettbewerb ausgezeichnet, allerdings auch von Geschichtslehrer Kozianka mit 14 beziehungsweise 15 Punkten bewertet, was einer Eins und einer Eins plus gleichkommt. Gelernt haben die Schüler nicht nur für die Schule. Sie nehmen aus dem Projekt auch viel für ihr eigenes Leben mit, wenn es um Ausgrenzung und Anderssein von Menschen geht.