Gericht: Vom „Tatort“ auf die Anklagebank

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Was wir bereits wissen
Im Drogenprozess vor dem Landgericht Kleve muss sich auch ein Schauspieler aus Berlin verantworten

Am Niederrhein..  Ein Kamp-Lintforter, ein Rheinberger, ein Klever, ein Duisburger und ein Schauspieler aus Berlin stehen seit gestern vor der 2. großen Strafkammer des Landgerichts Kleve. Sie alle sollen von einem oder für einen Rauschgifthändler, der sich bereits 2013 auf den Balkan abgesetzt hat, Drogen gekauft haben. Die Staatsanwaltschaft wirft den fünf Angeklagten vor, insgesamt mit 35 Kilogramm Amphetamin, sieben Kilogramm Marihuana und 1250 Ecstasy-Tabletten gedealt zu haben. Zudem sollen die Männer laut Anklage teilweise mit Macheten, Messern und Schlagringen bewaffnet gewesen sein. Der erste Verhandlungstag war von mehreren Unterbrechungen, unter anderem wegen zweier Befangenheitsanträge gegen das Gericht gekennzeichnet.

Zwei volle Geständnisse

Schließlich wurden die Verfahren gegen zwei Angeklagte abgetrennt, weil die Verteidiger Zeit zur Akteneinsicht forderten, erklärte gestern Alexander Lembke, Sprecher des Landgerichts. Zudem legten zwei Angeklagte ein volles Geständnis ab, ein dritter kündigte ein Geständnis zumindest an.

Dem Berliner Schauspieler dürfte seine Rolle vor der Strafkammer nicht leicht gefallen sein, obwohl er sich mit Krimis eigentlich auskennen müsste. Der Mann, der bisher meist nur in Komparsenrollen glänzte, wirkte unter anderem beim Berliner „Tatort“, bei einer weiteren Krimiserie und einer Doku-Soap mit.