Gerade geschlossen, doch Brown Sugar lebt weiter

Denis Franco Dominguez will am 25.April das Brwon Sugar wiedereröffnen.
Denis Franco Dominguez will am 25.April das Brwon Sugar wiedereröffnen.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Denis Franco Dominguez eröffnet Gastronomie im früherer Bierhaus mit spanischem Einschlag am 25. April. Mutter Nati hilft

Moers..  Das Bierhaus an der Oberwallstraße hat eine bewegte Geschichte. Zuletzt war es fast zwei Jahre unter dem Namen Brown Sugar Kneipe und Café. Nach dessen Schließung vor ein paar Tagen macht ein neuer Wirt weiter: Denis Franco Dominguez will am 25. April, wenn die Innenstadt den „Moerser Frühling“ feiert, die Gaststätte wieder eröffnen. Am Tag danach ist verkaufsoffener Sonntag – der 30-Jährige setzt zum Start auf eine volle Innenstadt.

So wie Denis Franco Dominguez den etablierten Namen Brown Sugar beibehalten will, wird er auch das bisherige Konzept nicht über Bord werfen, ihm aber eine erkennbar eigene, leicht spanisch gefärbte Handschrift verpassen. Geplant ist, morgens um 9.30 Uhr zu öffnen und dann Frühstück anzubieten. Mittags und abends soll es kleinere Mahlzeiten geben: Salate, Paninis, Baguettes und Tapas. Auch selbst gebackener Kuchen steht auf der Karte, diverse Sorten Segafredo-Kaffee, das Eisgetränk Café Creme und Cocktails.

Denis Franco Dominguez hat zwar keine Ausbildung in der Gastronomie genossen, der gebürtige Rheinhauser ist gelernter Industriemechaniker. Trotzdem hat die Gastronomie sein Leben begleitet. Denis’ Mutter Nati hat viele Jahre das Restaurant La Bodega in Hülsdonk und später die Tapasbar La Estación in Asberg geführt.

Industriemechaniker gelernt

Und während seiner sechs Jahre als Industriemechaniker in der Schweiz hat er fast ständig nebenbei gekellnert: „Mir macht das Spaß, den Leuten einen schönen Abend zu bereiten. Ich glaube, dass Gastronomie meine Berufung ist.“ Und der Wunsch, sich mit einer Gaststätte selbstständig zu machen, habe lange in ihm geschlummert: „Als das Brown Sugar frei wurde, habe ich zugegriffen.“

Insofern hat Denis keine Angst vor dem Standort, obwohl er weiß, dass die Zahl der Wirte, die im früheren Bierhaus vergeblich ihr Glück versucht haben, kaum nachzuhalten ist. „Ich bin da zuversichtlich.“ Zumal er tatkräftige familiäre Hilfe bekommt: Bruder David (35) ist mit von der Partie, und Mutter Nati will in der Küche eine Art „Anschub-Unterstützung“ leisten: „Ich werde meinen Jungs das Kochen beibringen. Und Sie werden sehen: Wenn ich gehe, dann können die das.“