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Gemeinschaftsschule ist ernsthaftes Thema

15.11.2010 | 20:37 Uhr
Gemeinschaftsschule ist ernsthaftes Thema

Rheurdt.Wenn nichts geschieht, könnten kleine Kommunen wie auch Rheurdt mittelfristig ohne eine Schule dastehen. Laut Statistik sinkt die Schülerzahl im Kreis Kleve bis 2020 um über 20 Prozent.

Nachdem die Hauptschule Rheurdt schon mangels Schülern schloss, will man nun gemeinsam mit den Nachbarkommunen der vorausgesagten Misere ein Konzept entgegensetzen. Die Gemeinden Geldern, Issum, Kerken, Rheurdt, Straelen und Wachtendonk lassen derzeit per Gutachten die Schullandschaft sondieren.

Klaus Kleinenkuhnen erläuterte den Ratsmitgliedern: Es habe ein Gespräch der Kommunen im Schulministerium gegeben. Thema sei die Gemeinschaftsschule oder eine andere Schulform gewesen. Bedingung für das Modellprojekt sei es, dass keine andere Schule dadurch in ihrer Existenz bedroht werde. Das laufende Gutachten listet die Schülerzahlen auf, die Infrastruktur und mögliche Standorte. Die Ratsmitglieder in Straelen, Wachtendonk und Kerken hätten bereits einen Beschluss dazu gefasst. Möglicher Start eines Modellprojektes sei Sommer 2012/-13.

Jede Kommune
entscheidet für sich

„Über das Gutachten entscheidet jede Kommune einzeln. Außerdem soll der Gutachter alle Gemeinden persönlich besuchen“, so Kleinenkuhnen. Der Rheurdter Rat beschloss einstimmig den gemeinsamen Schulentwicklungsplan sowie die verbindliche Erklärung an das Ministerium bis zum Jahresende, sich mit der Gemeinschaftsschule ernsthaft auseinanderzusetzen.

Die Tennisplätze in Rheurdt sollen nach der Schließung des Vereins bebaut werden – wenn der Kreis den Landschaftsschutz auf dem Gelände aufhebt. Dies will die Gemeinde nun versuchen. Bei positivem Ergebnis soll ein Wohn-Bebauungsplan aufgestellt werden. Die Plätze gehören zur Insolvenzmasse des Tennisvereins.

Die Sparmaßnahmen gingen mit fast einstimmiger Mehrheit durch den Rat. Unter anderem wird der Winterdienst nur noch auf der Ortsdurchfahrt und dem Schulbusweg stattfinden (5 000 Euro Einsparung.) Der Eintritt im Hallenbad steigt um 60 Prozent (wir berichteten). Dies bringt 30 000 Euro zusätzliche Einnahmen. Beschlossen wurde auch die Anhebung der Grundsteuern und der Gewerbesteuer sowie der Hundesteuer, was zusammen noch einmal 100 000 Euro mehr für die Rheurdter Kasse macht.

Klara Helmes

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