Gemeinsame Buchführung in Rheurdt und Kerken
13.10.2011 | 17:24 Uhr 2011-10-13T17:24:00+0200Rheurdt.Andere Zeiten erfordern andere Maßnahmen. Das ist auch mit der neuen kaufmännischen Buchführung den Kommunen so. „Es hat sich gezeigt, dass sie so kompliziert und speziell ist, dass wir unsere Geschäftsbuchführung als kleine Kommune unmöglich allein stemmen können“, schildert Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. Man beabsichtige, mit der Gemeinde Kerken zusammenzugehen.
„Wir können unmöglich für alles Spezialisten vorhalten. Und zudem müssen diese ja auch bei Urlaub oder Krankheit kompetent vertreten werden.“ Das äußerst komplexe Hintergrundwissen der neuen, kaufmännischen Buchhaltung beherrschten künftig zwei Fachleute, die sich gegenseitig vertreten und andere einweisen könnten. Diese gemeinsame Finanzbuchhaltung sei sehr sinnvoll. „Eine aktuelle Untersuchung zeigt, dass dies die Lösung mit den wenigsten Nachteilen ist“, berichtet der Bürgermeister.
Der Rat in Kerken hat dem Projekt bereits zugestimmt. In Rheurdt steht das Thema am Montag auf der Tagesordnung. Der Hauptausschuss Rheurdt hat die Sache aber bereits einstimmig abgesegnet.
Die gemeinsame Finanzbuchhaltung hat ihren Sitz in Kerken. Dort wird ein Kerkener Mitarbeiter mit dem Thema befasst sein. Rheurdt entsendet eine Mitarbeiterin mit 25 Stunden pro Woche. Am 1. Januar 2012 soll der Startschuss fallen. Und: Auf Dauer wolle man anderen Kommunen den Beitritt ermöglichen.
Kassengeschäft
bald in Kerken
Seit längerem gibt es bereits die gemeinsame Kassenführung in Straelen, wobei Straelen, Kerken, Wachtendonk und Rheurdt kooperieren. „Dies werden wir wegen der neuen Haushaltsführung, aber auch wegen unterschiedlicher Software aufgeben müssen.“ Die Kassengeschäfte soll später einmal die Stelle für die gemeinsame Finanzbuchführung in Kerken mit erledigen. Angepeilt ist das Jahr 2014.
Wenn der Rheurdter Rat Montag zustimmt, kann in Sachen gemeinsamer Buchhaltung eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung beider Kommunen unterzeichnet werden.
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