Geld vom Land fürs Jazzfestival?
18.02.2010 | 10:41 Uhr 2010-02-18T10:41:00+0100
Moers. Positiv gestimmt kehrte Festivalchef Reiner Michalke von einem gemeinsamen Gespräch in der NRW-Staatskanzlei zurück, das der Moerser Bürgermeister Norbert Ballhaus initiiert hatte. Thema: eine mögliche finanzielle Unterstützung des Landes für das "moers festival".
Reiner Michalke, Chef des Moerser Jazzfestivals, war zu Gast in der NRW-Staatskanzlei in Düsseldorf, um über die Zukunft des Festivals zu sprechen. Norbert Ballhaus, Bürgermeister von Moers, hatte das Treffen vermittelt.
Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Peter Landmann (Leiter der Kulturabteilung) und Musikreferent Thomas Baerens hätten im Gespräch die herausragende internationale Rolle des "moers festivals" gewürdigt und seine außerordentliche Bedeutung für die Kulturlandschaft in NRW bestätigt, so Ballhaus und Michalke.
Grosse-Brockhoff habe zugesichert, über eine Erweiterung der Landeszuwendungen nachzudenken und angeboten, sich bei verschiedenen Institutionen für eine zusätzliche Unterstützung einzusetzen. Mit einer verbindlichen Zusage sei Ende März zu rechnen.
Vielleicht weniger Festivaltage
Im Anschluss diskutierten Ballhaus und Michalke (Reiner Michalke: Foto oben links) über eine Veränderung der Festivalstruktur. Insbesondere die Reduzierung der Festivaltage und der Wegfall des kostenlosen Campens waren Themen. „Die Erkenntnis der Not und das Finden von Kompromissen ist das Eine, auf der anderen Seite gilt es aber auch, keine gewachsenen Strukturen zu zerstören”, so Michalke im Gespräch mit der Redaktion.
Die Idee, das Festival nur alle zwei Jahre stattfinden zu lassen, bereite ihm Bauchschmerzen. Den vierten Festivaltag zu streichen, bis die Krise überwunden sei, müsse geprüft werden. „Aber die Frage ist natürlich auch, ob man diesen Tag auch wirklich wieder bekommt.”
Trotz der Sparmaßnahmen ist das "moers festival" 2010 gesichert. Automobilhersteller Skoda als Sponsor hat zugesichert, sein finanzielles Engagement in diesem Jahr zu erhöhen.
13:39
Moers gibt sehr wahrscheinlich sehr viel mehr Geld für Kultur bezogen auf die Einwohner aus, als vergleichbare Städte. Angeblich gibt eine Landeshauptstadt wie Kiel sehr viel weniger für Kultur aus als Moers. Wenn das stimmt, sieht man wo in Moers gespart werden muss.
18:29
Ich brauch kein Jazzfestival und auch keine Moschee!
Ich will ein gescheites Schwimmbad und eine schicke Sporthalle!
Mehr nicht! Und ich lebe in Moers und nicht in Berlin oder Chicago.
11:32
Sollte sich der finanzielle Spielraum diesbezüglich nicht erhöhen, dann sollte man mal ganz dezent nachfragen, wieso die heimische Kultur untergraben, und die eine o. andere Moschee mit horrenden Landesinvestitionen unterstützt wird / wurde...
11:27
Den vierten Tag zu streichen bringt ausser den eingesparten Künstlergagen gar nichts! Ich glaube kaum, das der künstlerische Leiter auf Teile seiner fürstlichen Gage verzichtet. Die Infrastruktur, das Zelt etc. werden durch die Reduzierung um einen Tag auch nicht günstiger.
Ein Tag weniger heisst auch geringere Einnahmen von den Markthändlern und Gastroanbietern. Bei einem Tag weniger werden auch die Brauereien weniger Geld zur Veranstaltung beisteuern. Ein Verzicht auf die Camper heisst auch geringere Möglichkeiten Interessenten für den Händlermarkt zu finden. Richtig ist hier der Ansatz das Festival nur alle zwei Jahre durchzuführen oder wirklich eine Öffnung für Weltmusik zu realisieren und ein wirkliches Festival daraus zu machen.
11:17
Für mich als Ex-Moerser ist Pfingsten ein fester Besuchstermin in der alten Heimat.An vier Tagen ist Moers Mekka der Jazz-Fans aus aller Welt und wenn man in Berlin oder sonstwo von Moers redet, gibt es immer jemanden, der mit Moers Jazz, Kultur & tolerantes, offenes Leben assoziiert. Es wäre schön, wenn noch mehr Moerser begreifen würden, welches Pfund Stadt & Region mit dem Festival und seinen BesucherInnen haben.
Reiner Michalke ist als Festivalleiter auf dem richtigen Weg, wenn er versucht auch das Land mehr in die Pflicht zu nehmen, denn das Festival ist eines der kulutrellen Aushängeschilder des Landes, wie das Klavierfestival Ruhr oder die Ruhr-Trienale, die beide vom Land deutlicher unterstützt werden.
Den Moersern wünsche ich, dass sie auch als Zaungäste im Park oder bei Veranstaltungen in der Stadt, das Festival weiter geniessen können.
Mit besten Grüssen aus Berlin -
09:24
Kein Geld vom Land und von der Stadt. Wir haben keine Geld mehr für solche Aktionen - wir sind Pleite - Moers, das Land, der Bund - alle.
Wer so was will, der muss den richtigen Preis zahlen - fertig!
07:57
@ Angsthase ... trommeln und ... saufen und kiffen und tonnenweise Müll hinterlassen. Sogar junge Bäume wurden schon gefällt, weil man noch Brennholz für das eigentlich verbotene Lagerfeuer brauchte.
Und das soll Moers bzw. das Jazz brauchen?
21:29
Der Campingbereich war immer Bestandteil des Festivals. Nur leider hat sich das Festival selber immer mehr von den Menschen weg bewegt.
Jede Nacht finden/fanden sich Leute im Park, welche trommeln. Dieses Trommeln fand sich auch wieder in der Musik des Festivalzeltes. Schön wäre ein Programm, welche es schafft musikalisch die Verbindung zum Camping herzustellen.
Mehr Weltmusik und eine African Dance Night wieder einführen, das wäre ein Konzept mit Zukunft.
Im übrigen sind Campinggebühren ein Idee, die man ganz schnell fallen lassen sollte. Wurde schon mal vor Jahren ausprobiert.
20:47
Mir wäre ein Schwimmbad in Rheinkamp lieber- wie die Bekifften im Park!