Geld für die Muster-Bücherei
16.02.2010 | 19:18 Uhr 2010-02-16T19:18:00+0100Kamp-Lintfort. Zum „Modell Lernort Bibliothek” wurde die Kamp-Lintforter Stadtbücherei zusammen mit sieben weiteren Stadtbibliotheken in Nordrhein-Westfalen jetzt ernannt. Dafür gibt es Geld vom Land - aber auch jede Menge Arbeit für das Büchereiteam.
Was dies für die Lintforter Einrichtung bedeutet, beschloss jüngst die Arbeitsgruppe des Landes, in der auch Büchereileiterin Katharina Gebauer mitarbeitet. Drei wichtige Aspekte sollen alle acht Bibliotheken nach Ablauf des Jahres auszeichnen:
1. Attraktive und technisch gut ausgestattete Räumlichkeiten mit angenehmer Lernatmosphäre und hoher Aufenthaltsqualität.
2. Aktuelle elektronische Ausstattung und professionelle Internetpräsenz für alle Altersgruppen der Lernenden.
3. Gut ausgebildetes Personal zur Unterstützung der Lernenden und Erstellung elektronischer Angebote im Zeitalter von Web 2.0.
Dafür wird das Land eine Menge Geld in diese Modellbibliotheken investieren, zu denen sonst noch Münster, Köln, Gütersloh, Dormagen, Hattingen, Bergheim und Rheinbach gehören.
Begonnen haben die sechs Mitarbeiter und der Auszubildende der Lintforter Bücherei mit intensivem Schulungsprogramm. Eine externe Expertengruppe wird in weiteren vom Land finanzierten Schulungen vor Ort das Team zu den Diensten von Web 2.0 für Bibliotheken ausbilden. Außerdem wird ein vom Land beauftragtes Architekturbüro die Grundrisspläne und die Inneneinrichtungen der Bibliotheken studieren.
Angestrebt wird ein einheitliches Einrichtungskonzept. Benötigt eine Bibliothek zur Realisierung neue Möbel oder andere Einrichtungsgegenstände, finanziert das Land diese zu 80 Prozent. Darüber freut sich das Bücherei-Team besonders, denn nach Einrichtung des Infotreffs in 2009 ist nun dringend notwendig, statt einer Verbuchungstheke Informationsplätze zu schaffen.
Mittlerweile gibt es Automaten, die die Routinearbeiten der Verbuchung übernehmen können und die im laufenden Haushaltsjahr beschafft werden sollen. Damit haben die Mitarbeiter mehr Möglichkeiten, die Kunden zu beraten. Dies ist dringend notwendig, denn jetzt schon sind die Auskunfts- und Recherchedienste um ein Drittel gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Das Bücherei-Team hat sich auf ein arbeitsreiches Jahr eingestellt. Doch schon das positive Echo auf den Infotreff und nun die Auszeichnung durch das Land sind eine große Motivation. Einen kleinen Wermutstropfen gibt's allerdings: Nicht alle Schulungen ließen sich auf mittwochs, den Ruhetag der Bücherei, legen. Daher muss die Einrichtung am 1. und 2. März und am 27. Mai geschlossen bleiben.
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