Geh’n Sie mit auf diese Tour in Neukirchen-Vluyn

Korbmachermeisterin Margret Schiffer.
Korbmachermeisterin Margret Schiffer.
Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
Die Kreisbauernschaft Wesel ist mit der „Tour de Flur“ am letzten Sonntag sehr zufrieden. Die Zahl der Besucher ging in die Tausende.

Neukirchen-Vluyn..  Tour de Flur, das bedeutet Landwirtschaft zum Anfassen. Zu einer solchen Tour hatten am Sonntag fünf Betriebe eingeladen, hatten Höfe, Stallungen und Plantagen für die Besucher geöffnet. Und diese kamen bei strahlendem Sommerwetter zu Tausenden – zu Fuß, auf dem Fahrrad, mit dem Auto, mit Kindern und Hunden.

Die Landwirtschaft ist am Niederrhein ein bedeutender Wirtschaftszweig. Diesen zu präsentieren waren die Kreisbauernschaft Wesel und der Rheinische Landwirtschafts-Verband rund um den Vluynbusch angetreten. Schon die Kuh, die sich das Maul leckend neugierig aus dem Tour-Flyer schaut, verhieß Spaß für die ganze Familie.

Den gab es auf allen Stationen: auf Schloss Bloemersheim (Obstanbau und Forstbetrieb), dem Bergshof (Sauenbetrieb), dem Imminghorsthof (Pferdepension), dem Löpelmannshof (Milchviehbetrieb) und dem Monterkampshof (Obstplantagen).

Dicht gedrängt und gut gelaunt

Allein auf letzterem drängten sich Besucher zu Hunderten, saßen dicht gedrängt und gut gelaunt bei Kaffee und Kuchen, bei Wildwürstchen und Bier. Zudem hatte der Hegering Lintfort/Neukirchen der Kreisjägerschaft sein Sommerfest samt Jagdhundeschau auf diesen Tag am Monterkampshof gelegt.

Bei der Kreisbauernschaft zeigte man sich gestern sehr zufrieden mit der diesjährigen Tour de Flur. Mindestens 5000 Besucher, so schätzt man, seien „auf Tour“ gewesen – sie zu zählen wäre eine schier unmögliche Aufgabe gewesen. Auf der Vluyner Straße herrschte am Nachmittag reger Verkehr, Radfahrer teilten sich mit Autos und Fußgängern die Straße oder das, was davon noch frei war. Schon die Eröffnung mit ökumenischer Andacht auf Schloss Bloemersheim war am Morgen gut besucht.

Immer fünf bis sechs Betriebe

Die Tour de Flur, die explizit als eine Höfe-Radtour ausgewiesen ist, wechselt jährlich von einer Rheinseite auf die andere. Die diesjährige war, was die Streckenlänge anbetraf, eine eher kürzere. Mehr als fünf bis sechs Betriebe seien allerdings bei keiner Tour eingeplant; „das wird so bleiben“, heißt es seitens der Kreisbauernschaft. 2016 ist wieder die rechte Rheinseite an der Reihe.