Gebraucht oder selbst gemacht
08.08.2010 | 17:56 Uhr 2010-08-08T17:56:00+0200
Moers. Das Wetter spielte den Trödlern in der Moerser Innenstadt am Sonntag einen großen Streich.
Die Aufbauarbeiten wurden durch die starken Regenschauer verzögert, sodass einige Händler direkt wieder nach Hause fuhren oder erst wesentlich später ihre Stände aufbauten. Wer hier einen Platz unter einem Vordach ergattert hatte oder seinen Stand mit einem eigenen Dach versehen konnte, war fein raus, denn im Laufe des Tages hatten die Trödelhändler immer mal wieder mit Regen zu kämpfen. So fiel der Markt wesentlich kleiner aus als gewöhnlich und erstreckte sich ausschließlich auf der Steinstraße und der Neustraße, wobei sich auch hier einige Meter lang schon einmal Lücken auftaten.
Unter den Händlern, die trotz des schlechten Wetters ausharrten, waren die üblichen Dinge, die man auf Trödelmärkten findet, unter anderem gebrauchte Karnevalskostüme, Fundstücke vom Dachboden, oder auch Geschirr. Für die Kinder waren natürlich eher die Stände mit gebrauchten Computerspielen und anderem Spielzeug interessant.
Jedoch wurde auch Selbstgemachtes angeboten. Am Stand von Barbara Osterbrink und Rita Romahn gab es beispielsweise selbst gestrickte Socken in allen möglichen Farben und Farbkombinationen. Die beiden Frauen vertreiben sich ihre Abende mit dem Stricken von Socken. Damit wird dann aber nicht nur der Stand bestückt, sondern auch das persönliche Umfeld beschenkt. „Wir stricken auch für unsere Familien“ erklärte Barbara Osterbrink und ergänzte mit einem Lachen „Verwandte, Bekannte, die werden alle versorgt.“
Bei Monika Braun und ihrer Tochter Angela Mours gab es etwas aus dem eigenen Garten. Die 71-jährige Moerserin stellt Marmelade und Gelee aus der eigenen Obsternte und der der anderen Familienmitglieder her, um sie auf Basaren zu verkaufen. „Das ist alles Bio“ erläuterte sie. Seit letztem Jahr bietet sie ihre Brotaufstriche, die neben normalen Saisonfrüchten auch aus Rosenblättern sind, auch auf dem Moerser Trödelmarkt an.
Wie die meisten anderen Händler auch, ließen sie sich ebenfalls nicht die Laune vom Wetter verderben und hatten trotz des auch etwas dünneren Besucherstrom einige Interessenten, die an ihren Ständen stöberten.
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