Fünf Kitas in Kamp-Lintfort bleiben ab Montag zu

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Stadt will Notgruppe einrichten. Ob die Erzieher auch In Moers und Neukirchen-Vluyn streiken, steht noch nicht fest

Am Niederrhein..  Der Streik der Erzieherinnen und Erzieher an kommunalen Kindertagesstätten wirkt sich in Kamp-Lintfort stärker aus, als angenommen. Am Donnerstag meldete sich die Komba-Gewerkschaft zu Wort und teilte mit, dass in der Hochschulstadt vom kommenden Montag nicht drei, sondern fünf Kindertagesstätten wegen des Arbeitskampfes geschlossen werden.

Zu den Kitas Terhardtshof, Tausendfüßler und Zwergenland, in denen die Gewerkschaft Verdi dominiert, kommen demnach noch die Einrichtungen Löwenzahn und Bunte Welt hinzu, wo die Komba stärker ist. Auch ihre Mitglieder treten wie die Verdi-Kolleginnen in den unbefristeten Streik.

Nach Einschätzung des zuständigen Dezernenten bei der Stadtverwaltung Kamp-Lintfort, Christoph Müllmann, sind von dem unbefristeten Arbeitskampf insgesamt rund 300 Kinder in 16 Gruppen betroffen. Die Stadt will mithilfe des Personals, das nicht streikt, eine Notgruppe einrichten.

Der unbefristete Streik, zu dem die Gewerkschaften, wie berichtet, bundesweit aufgerufen hatten, richtet sich ausschließlich an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommunaler Einrichtungen. Kitas von anderen Trägern – beispielsweise der Awo oder Kirchen – sind davon nicht betroffen. Ob die Neukirchen-Vluyner Eltern mit verschlossenen Kindergartentüren rechnen müssen, steht noch nicht fest. Bei beiden Gewerkschaften hieß es auf Anfrage lediglich, dass man von den dortigen Mitgliedern „noch keine Rückmeldung“ habe. Auch in Neukirchen-Vluyn, so Dezernent Jörg Geulmann, werde man sich bei einem Streik bemühen, eine Notgruppe für die städtischen Kitas einzurichten.

Die 16 Moerser Einrichtungen werden am Montag noch nicht in den Streik einbezogen. Falls es später doch dazu kommen sollte, will die Stadt versuchen, zumindest in der Hälfte der Kitas Notgruppen anzubieten.