Freefall küsst Bollwerk kam in Moers gut an

Dirty Honkers
Dirty Honkers
Foto: Christoph Karl Banski
Was wir bereits wissen
Im August steigt das zehnte und letzte Freefall Festival. Das Organisationsteam um Christian Schürmann hat aber eine gute Alternative organisiert.

Moers..  Am Pfingstsamstag haben sich die Teams des Freefall Festivals und der Kulturkneipe Bollwerk 107 vereint und die unvergessliche Konzert- und Partynacht ‘Freefall küsst Bollwerk’ auf die Beine gestellt. Die Headliner des letzten Festivals, die Dirty Honkers, kamen erneut in die Stadt, um die Fans zu begeistern.

Gefüllte Halle

Das Freefall Festival, das im August zum zehnten und letzten Mal stattfindet, lockte in den vergangenen Jahren mit dem Motto Umsonst&Draußen ein breit gefächertes Publikum an. Für das Organisationsteam rund um Christian Schürmann war das Ende gewiss keine einfache Entscheidung.

„Das Festival war unser Baby, und wir alle haben das immer gerne gemacht“, erzählte Schürmann. Doch persönliche Gründe ließen den notwendigen enormen Zeitaufwand nicht mehr zu.

So entschied sich das Team, statt eines ganzen Wochenendes die Moerser Musikszene mit einer Party zu unterstützen. „Das ist erstmal nur ein Versuch“, sagte Schürmann.

Aber: Zu Beginn des Konzerts um 23.30 Uhr war die große Halle des Bollwerks 107 bereits gut gefüllt und Andrea, Florent und Gad von den Dirty Honkers begeisterten die rund 350 Gäste mit ihrem Electro Swing. Mit ihren Saxophonen und den unverwechselbaren Liedern brachten die drei eine Musikrichtung auf die Bühne, die man selten hört und die doch mitreißt.

Das gemischte Publikum wurde von den Musikern näher an die Bühne gelockt, im Laufe des Abends gingen sie gar in die Menge und ließen ihre Fans ganz nah heran.

Die Kleidung der Dirty Honkers war außergewöhnlich. Ob im pinken Minirock, in kurzer Hose mit blauen Pailletten oder in abgewrackter Jogginghose – es schien, als wollten die drei um jeden Preis auffallen. Getoppt wurde die Kleidung nur, als sie dann auch noch viel: Und so wurden die letzten Lieder in Unterwäsche gespielt. „Ich zieh mich einfach gerne stilvoll aus“, erklärte die Kanadierin Andrea nach dem Konzert. Als Grund dafür sieht sie ihre frühere Cheerleader-Karriere.

Spaß auf der Bühne

Man merkte ihr an, dass sie Spaß an dem hat, was sie macht, und dass die Beziehung zu ihren beiden Bandkollegen aus Israel und Frankreich sehr freundschaftlich ist. „Wenn wir zusammen auf der Bühne sind, dann ist das einfach geil“, sagte sie. Nach dem Konzert feierten sie bis in die Nacht mit ihren Fans weiter.

Ganz klar: Der Abend war gelungen. Und wenn es auch schade ist, dass das eigentliche Freefall Festival zum letzten Mal stattfindet, so sind die Konzerte im Bollwerk 107 eine gute Alternative.