Flüchtlingsteam holt den Grafschafter Wanderpokal

So sehen Gewinner aus.
So sehen Gewinner aus.
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Was wir bereits wissen
Mannschaft des Bunten Tisches gewinnt Turnier. Veranstalter: Fußball bedeutet Freiheit und Spaß

Moers..  Vier Teams zu jeweils acht Spielern kämpfen auf dem Kunstrasen des VfL Repelen um Tore und natürlich den Pokal. Einige Teams trugen professionelle Trikots, Fußballschuhe, Stutzen – andere T-Shirts und kurze Hosen. Dabeisein war alles: beim Fußballturnier um den Grafschafter Wanderpokal.

„Dies ist bereits das dritte Turnier um den Moerser Wanderpokal, der in den ersten zwei Jahren fest in der Hand des Altenheimat Vluyn war“, erzählte Axel Loobes, Einrichtungsleiter der Grafschafter Diakonie. „Wir haben die Zusammenführung der Grafschafter Diakonie und des Diakonischen Werkes zum Anlass genommen, erneut ein Fußballturnier auszurichten.“ Sein Herz schlage natürlich sowohl für die Altenheimat, deren Leiter er früher war, als auch für die Diakonie, schmunzelte Loobes. Aus der Zusammenführung entstand zum ersten Januar die Grafschafter Diakonie GmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers als großer Diakonieträger und Wohlfahrtsverband des Kirchenkreises.

Der Wittfeld-Wohnverbund als Organisator setzte auf ein Mitarbeiter- und ein Bewohnerteam. Für die Altenheime aus Moers und Neukirchen-Vluyn gingen Mitarbeiterteams auf den Platz. Das Diakonische Werk beteiligte sich mit gleich drei Mannschaften aus der Flüchtlingsarbeit. Ambulante Pflegeteams rundeten das bunt gemischte Feld ab. Kurzfristig waren noch die Caritas-Kickers dazu gekommen.

Dass es vor allem um den Spaß und das Dabeisein ging, zeigte sich auch in der entspannten und fröhlichen Atmosphäre auf dem Platz. „Das Ganze ist ein Inklusionsprojekt. Das Diakonische Werk ist sehr aktiv in der Flüchtlingshilfe. Daher gibt es auch Flüchtlingsteams. Und sie sind mit Feuereifer bei der Sache, denn Fußball bedeutet Freiheit und Spaß, fernab von allen Sorgen“, erklärt Axel Loobes.

Jannik, Thomas und Nico waren die jüngsten Spieler auf dem Platz und sprangen jeweils dort ein, wo noch jemand gebraucht wurde. „Ich spiele sonst Handball in Homberg“, erzählt Nico. Am Freitag war es dann mal Fußball. Jannik spielt beim TUS Baerl und ist in den Ferien beinahe jeden Tag auf dem Platz. Unterstützt von den Zuschauern zeigten die Teams, wieviel Spaß Fußball machen kann. Das Team des Wittfeld-Hauses spielt auf der Anlage in Repelen, so ergab es sich auch, das Turnier dort auszurichten.

Gegen 18 Uhr war schließlich das Ende der Vorrunde erreicht. Das Team der Flüchtlingshilfe spielte nun als erster der Gruppe A gegen die „Wittfeldkicker“, dem Ersten der Gruppe B. Sieger wurde schließlich das Team „Der bunte Tisch Moers“. Zweiter die Bewohner Wittfeld und den dritten Platz erreichte die Altenheimat Vluyn.