Flüchtlinge: Neue Stelle heiß begehrt

Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Moerser Koordinierungsstelle weckt Begehrlichkeiten in der Politik.

Moers..  Dass die Stadt Moers eine halbe Stelle zur Koordinierung von Angeboten und Bedarfen rund um das Thema Flüchtlinge einsetzt, ist wohl sicher. Hinter den Kulissen sind eine Menge Gespräche gelaufen, die Politik scheint grundsätzlich einig. Wie man hört auch in der Einschätzung, dass diese Aufgabe dort ausgebaut wird, wo sie bereits heute mit großem Einsatz gestemmt wird. Durch den Bunten Tisch, unter Verantwortung der Fachverwaltung. Eine Variante, die in Verwaltung und Politik kompetente, starke Fürsprecher hat. Doch es gibt etwas zu verteilen und da sind soziale Interessenvertreter nicht weit. In der SPD gab es nach NRZ-Informationen den Versuch, die halbe Stelle in den Schoß der Wohlfahrtsverbände zu holen.

Dem Vernehmen nach hat es ungeachtet einer Empfehlung der eigenen SPD-Fachpolitiker (pro Bunter Tisch) eine Abfrage bei besagten Verbänden gegeben, ob sie den Bunten Tisch für geeignet halten. Zudem gab es den Versuch, Kriterien zu formulieren und in einen Antrag zu gießen, die den Verein als Aufgabenträger ausschließen. Etwa, dass Koordinierung und Betreuung von Flüchtlingen strikt getrennt bleiben müssten. Dieses Manöver scheint gescheitert.

Vorerst? Amar Azzoug vom Bunten Tisch will sich zu dem Vorgang nicht äußern. „Ich schaue auf die Flüchtlinge, da ist mir jedes Geschacher zuwider.“ Nur soviel: „Wir haben hier sowieso nie Betreuung gemacht, obwohl die Wohlfahrtsverbände seit 20 Jahren das Gegenteil behaupten. Klar, es geht ja auch um die Verteilung von Geld an die interkulturellen Zentren. Auch ein Thema, aber jetzt geht es nur um die Flüchtlinge und unsere Verantwortung als Stadt und Gesellschaft.“