Fleißige Bienen waren in Kamp-Lintfort erfolgreich unterwegs

Was wir bereits wissen
Rheinkamper Team konnte den zdi-Roboterwettbewerb in der Hochschule Rhein Waal für sich entscheiden

Kamp-Lintfort..  Manchmal hilft auch die beste Technik nicht, da muss Tipp-Ex ran. Damit der Roboter nicht aus der Spur läuft und seinen Weg findet. Die drei Achtklässlerinnen vom Georg-Forster-Gymnasium hatten einen prima ersten Durchgang beim Roboterwettbewerb hingelegt, versuchten in der Pause was Neues und schwupp – verunfallte das computergesteuerte Huhn mit dem computergesteuerten Bauern.

„Vielleicht empfängt das Huhn ja fremde Signale“, mutmaßte Lehrerin Martina Köhler-Prang , während Antje Mülder, Nicole Bruch und Marie Bongardt fieberhaft nach verschiedenen Lösungen suchten: Vielleicht sollten sie ja besser dabei bleiben, das Huhn auf Zeit zu programmieren, statt sich auf Blue Tooth zu verlassen? Schließlich stand ja noch ein zweiter Durchgang an, bei dem ihr Bauer unter den Augen der gestrengen Jurorinnen Birgit Koch-Sickmann und Beate Jost auf dem Parcours gießt, sät, erntet, das Huhn füttert, bis das am Ende zielgenau in den Schlachthof aus Pappkarton einfährt.

Die schärfsten Konkurrentinnen der Kamp-Lintforter Gymnasiastinnen waren die fleißigen Bienen vom Gymnasium Rheinkamp. Sie hatten zum Thema „Nachhaltige Nahrungsmittelproduktion“ die Biene Maja zum Nektarsuchen ins Rennen geschickt und eine hinterhältige Spinne in den Weg gestellt. „Biene, enttäusche uns bitte nicht“, flehten die Mädchen aus der 7. Jahrgangsstufe in der Pause. Nicht ganz zu Unrecht, denn aus irgendeinem Grund kam das emsige Bienchen auf einmal vom rechten Weg ab. Aber bei der zweiten Vorführung klappte es wieder und die Mädchen konnten den ersten Platz machen. Etwas lange Gesichter hingegen gab es beim Trio aus Kamp-Lintfort. Nach dem ersten Durchgang lagen sie auf einem aussichtsreichen zweiten Rang, aber Bauer und Huhn haben sich im zweiten leider nicht mehr so gut vertragen und die Tüftlerinnen rutschten auf Rang vier ab. Das zweite Team vom Rheinkamper Gymnasium, „The Farmer Girls“, landeten auf dem fünften Platz.

Finale in Mülheim

Getragen wird der Wettbewerb vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW, unter dem Logo zdi, Zukunft durch Innovation, und soll Jugendlichen Spaß an naturwissenschaftlichen Themen bereiten. Und mit den kleinen Lego-Robotern ist dafür schon mal ein Grundstein gelegt. Rund tausend Schüler nehmen an fünfzehn Regionalwettbewerben teil. Die Rheinkamper Bienen und das Team „Greenies“ des Andreas-Vesalius-Gymnasiums Wesel sind jetzt für das Finale im Juni in Mülheim qualifiziert.