Ferienhäuser am Silbersee in Moers

Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Der Unternehmer Gerardus Aaldering aus Rheinberg betreibt das Pflegezentrum am Silbersee in Kapellen. Statt dessen könnten dort Wochenendhäuser entstehen.

Moers..  Das Pflegezentrum „Am Silbersee“ in Kapellen gehört zur Aaldering-Unternehmensgruppe in Rheinberg. Deren Inhaber Gerardus Aaldering will das Seniorenzentrum nach Orsoy verlegen und das Gelände am Silbersee anderweitig nutzen: Es sollen Ferienhäuser entstehen, und aus dem Hauptgebäude des Pflegezentrums könnte das werden, was es einmal war: ein Ausflugslokal.

„Das sind ungelegte Eier“, erklärte Gerardus Aaldering gestern auf Anfrage der Redaktion. Zwar beabsichtige er durchaus, das Pflegezentrum – wenn möglich – in das Marien-Hospital in Orsoy zu verlegen, nur machen ihm die Pläne, dort Flüchtlinge unterzubringen, erst einmal einen Strich durch die Rechnung. Allerdings sei noch nicht aller Tage Abend: Aaldering hält das Hospital für zu groß zur Flüchtlingsunterbringung.

Und was die Nachnutzung der Immobilie am Silbersee angehe, auf deren Areal noch die Reste eines Minigolfplatzes und eines Bootsverleihs zu sehen sind, so sei bis auf ein Gespräch mit dem Technischen Beigeordneten der Stadt Moers, Thorsten Kamp, noch gar nichts geschehen. Dieser sei aber dem Bau von Ferien- oder Wochenendhäusern samt Ausflugslokal allerdings nicht abgeneigt gewesen.

Kein Dauerwohnen erwünscht

Die Redaktion fragte bei Thorsten Kamp nach. „Wir wollen dort kein Dauerwohnen“, stellt dieser kategorisch fest, gegen Wochenendhäuser sei allerdings nichts einzuwenden. Kamp machte sich auf und besichtigte das Gelände, begutachtete die Reste der alten Freizeiteinrichtungen. „Wenn es eine kleinteilige Nutzung wird und die Bäume erhalten bleiben“, spreche eigentlich nichts dagegen. Dass Gerardus Aaldering das alte Ausflugslokal von seinen Anbauten befreien und es wieder zu einer Gastronomie machen will, stößt beim Beigeordneten auf ein großes Wohlwollen.

Doch ohne ein Konzept, so Kamp, könne er keine konkreten Aussagen machen; derzeit zulässig sei am Silbersee nur der Betrieb eines Altenheimes. Aaldering sollte einen Landschaftsplaner hinzuziehen, rät er. Dass am Silbersee wieder ein Ausflugslokal eröffnen könnte, hält der oberste Stadtplaner besonders im Hinblick auf den nahe gelegenen Grafschafter Rad- und Wanderweg und den niederrheinischen Fahrradtourismus für sinnvoll. Doch all das ist Zukunftsmusik.

Es ist noch Zukunftsmusik

Denn so lange das Pflegezentrum nicht vom Silbersee nach Orsoy ins alte Marien-Hospital umgesiedelt werden kann, ist für den Rheinberger Hotel-Unternehmer Aaldering kein Denken an die Verfolgung weiterer Pläne.

Erst wenn die Umsiedlung fest steht, könnte ein Konzept entworfen, ein Antrag auf einen Bebauungsplan gestellt werden, letztendlich entscheidet dann die Politik. Hartmut Hohmann, der Vorsitzende des Planungsausschusses, fand die Idee eines Ausflugslokals und Ferienhäusern am Silbersee gestern jedenfalls charmant.