Favorit ist die „Grafenstadt“
31.10.2011 | 15:58 Uhr 2011-10-31T15:58:00+0100Moers.Was passt zu Moers? Kulturstadt, Einkaufsstadt? Unter den Einsendungen, die uns in den letzten Tagen per Postkarte und per E-Mail erreicht haben, sticht ein Favorit heraus: „Grafenstadt“.
Dies wünschen sich unsere Leserinnen und Leser nach der Liberalisierung der Gemeindeordnung auf den Ortsschildern als Namenszusatz unter Moers.
„Etwas anderes wird nicht akzeptiert“, schreiben beispielsweise ganz selbstbewusst Gerda und Jürgen Nützmann. Auch Hannelore und Horst Feder sehen auf ihrer Postkarte mit einem Bild der Henriette „Natürlich Grafenstadt“. Apropos Henriette: „Ihr zu Ehren“, so Susanne Damschen, ist die Moerserin ebenfalls für „Grafenstadt“. Andere Vorschläge lauten „Perle am Niederrhein“ (Alfred Rosenfeld und Wolfgang Domagala) sowie „Metropole Niederrhein“ (Ursula Naundorf).
Es gibt aber auch weniger freundliche Vorschläge, etwa „Knöllchenstadt“ von H. Beirle: „Das mag nicht nett sein, trifft aber die Realität“. Claudia Kleinfeldt sieht die „Pleitestadt“, und Rainer Laumen ist angesichts des „mehr als peinlichen Nothaushaltes“ die Diskussion um den „Schilderwahnsinn“ unbegreiflich.
Das Gegenteil gilt für Michael Birr. „Es wäre gut, solch einen Namenszusatz zu haben“, sagt der City-Manager. Es gebe in Moers eben mehr als nur Haushaltsprobleme: „Wir können diese Diskussion, wofür die Stadt steht, mit breiter Brust führen.“ Birr wünscht sich deshalb auch, dass die Stadt die Initiative konsequent zu einem positiven Ende führt. In der Sache schlägt er vor, sich an der Historie zu orientieren: „Sie ist es, die Moers von anderen Städten unterscheidet. Deshalb lassen wir die Wall- und Grabenanlage wiederauferstehen, deshalb feiern wir viele Fest am Kastell und im Schatten des Schlosses. Ich finde ‘Grafenstadt’ richtig.“
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