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Falscher Alarm: Keine Giftköder, sondern Wildpastete

18.10.2014 | 09:00 Uhr
Falscher Alarm: Keine Giftköder, sondern Wildpastete
.Foto: Christian Pfeifer

Kamp-Lintfort/Issum. Das hätte der Issumer Hans-Peter Feldgen sich nicht träumen lassen, dass die Fuchsjagd Polizei, Ordnungs- und Forstamt gleichermaßen beschäftigen würde. Als er in der Zeitung von angeblich in der Leucht ausgelegten Giftködern las, ging er zur Kripo, legte dort Spaten und Wildpastete auf den Tisch und gab sich als der „Täter“ zu erkennen. Um es kurz zu machen: Es hat nie Giftköder gegeben, die ganze Aufregung war völlig umsonst.

Hätten nämlich Hunde die von Hans-Peter Feldgen und seinem Jagdhelfer Andreas Bonnes ausgelegten Köder gefressen, so hätten sie anschließend wohl nur gefragt: „Wo gibt’s mehr?“ Es waren Wildpastete und Hundebrocken, mit denen die beiden Jäger allerdings nicht ihre Hunde zu füttern, sondern die Füchse dorthin zu locken gedachten, wo man sie mit einem guten Schuss erlegen kann.

„Der Wunsch des Revierpächters ist“, sagt Jagdaufseher Feldgen, „den Wildbestand so zu haben wie früher.“ Fasan und Hase werden nämlich selten am Niederrhein, weshalb die Jäger mit Unterstützung der umliegenden Landwirte einen Plan ausarbeiteten, diesen Tierarten mehr und besseren Lebensraum zu verschaffen. Dazu gehört auch die Bejagung ihrer natürlichen Feinde, der Füchse und Krähen.

Fasane und Hasen schützen

Aus diesem Grunde wurden nicht nur auf einer Fläche von zehn Hektar Wildäcker, also Futterflächen für Wildtiere, angelegt, sondern in den umliegenden Revieren auch rund 500 Jungfasane ausgesetzt. Von diesen 500 Fasanen ist allerdings keiner mehr zu sehen – was unter anderem auch an der großen Zahl der Füchse liegt. In der Nähe des Strohwegs kamen die Beutegreifer allerdings nie in Schussweite, weshalb die Jäger auf Abhilfe sannen.

In Abstimmung mit dem Landwirt wurden am Rande eines Feldwegs, dort wo der Fuchs sehr gern nach Mäusen jagt, Löcher ausgestochen, mit Futterbrocken und Wildpastete gefüllt und danach mit trockenem Gras zugedeckt. Doch noch bevor sie Meister Reineke vor die Büchse bekamen, waren die Köder entdeckt und vom Ordnungsamt vernichtet.

Hans-Peter Feldgens Labrador Jacky dürfte dieses Vorgehen indes für die reine Verschwendung halten...

Harry Seelhoff

Kommentare
22.10.2014
23:39
Hilfreich für die Hasen...
von Tica | #5

Hilfreich für die Hasen wäre auf jeden Fall sie nicht mehr weiter abzuschießen !

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Falscher Alarm: Keine Giftköder, sondern Wildpastete
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2014-10-18 09:00
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