Fahrräder für Flüchtlinge

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Moers..  Bereits zum fünften Mal heißt es ab dem 15. Juli wieder einen Monat trampeln für den guten Zweck. Als firmeninterne Aktion im Jahr 2011 gestartet, lädt CAD Schroer erstmalig auch weitere Unternehmen ein, sich bei der Radelaktion zu beteiligen.

In der Auftaktveranstaltung am vergangenen Dienstag teilte der Geschäftsführer der CAD Schroer GmbH, Michael Schroer, mit, dass sich bereits einige Unternehmen dazu entschlossen haben, an der Aktion teilzunehmen – darunter Coffee by Marie, der Getränkehersteller Copeo, die Postfiliale in Kapellen und die Sparkasse am Niederrhein. Durch ihr Sponsoring unterstützen die in Moers ansässigen Unternehmen gleichzeitig sportliches sowie soziales Engagement im Rahmen des CAD Schroer Spendenradelns 2015.

„Jedes Jahr fahren unsere Mitarbeiter einen Monat lang mit dem Fahrrad zur Arbeit. Für jeden geradelten Kilometer gibts eine Spende, die jedes Unternehmen selbst festlegt. Am Ende geht der Erlös an eine Organisation“, erklärt Michael Schroer. Unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters Christoph Fleischhauer und in Zusammenarbeit mit dem Bunten Tisch Moers hat sich CAD Schroer dieses Jahr dazu entschlossen, aus aktuellem Anlass, die Flüchtlingshilfe der Hilfsorganisation Bunter Tisch in Moers zu unterstützen.

Flüchtlinge werden mobiler

Von dem Geld sollen Fahrräder gekauft werden. „Die Menschen, die aus ihrem Land fliehen müssen, kommen in Unterkünften unter, die weit weg von der Stadt sind. Durch die Fahrräder sind die Flüchtlinge wieder mobil“, erklärt Amar Azzoug, Vorsitzender des Bunten Tisches. Um die Situation der Menschen nachvollziehen zu können, waren zur Auftaktveranstaltung auch Flüchtlinge eingeladen, die ihre Geschichte erzählten.

Der 31-Jährige Silla Usman entschied sich 2007 dazu, seine Familie in Guinea zurück zu lassen. Nach etlichen Aufenthalten in anderen Ländern landete er in Libyen. Den Weg dorthin beschreibt Usman als Tragödie: Um heimlich nach Libyen zu gelangen, mussten er und andere Männer durch die Wüste. Dabei starben etliche. Dort angekommen, führte er vier Jahre ein gutes Leben, bis 2012 die Unruhen ausbrachen. Um nicht Opfer des Krieges zu werden, flüchtete er übers Meer nach Lampedusa.