Facettenreicher Ärger um die Rolle der Beiräte
15.12.2010 | 17:01 Uhr 2010-12-15T17:01:00+0100
Moers.Irgendwie ist das Ganze mal wieder original „moerserisch“. Da gibt es eine Gemeindeordnung (GO), die wird jahrzehntelang gemeinschaftlich und über alle Parteien ignoriert, und über Nacht wird die Angelegenheit zum Problem. Es geht um die Beiräte.
Die durften bislang ihre Mitglieder in Ausschüsse entsenden, was laut GO nicht gestattet ist. Dann wollte der neue Nachhaltigkeitsbeirat (NB) mitspielen und plötzlich gerät alles ins Wanken.
Rein rechtlich ist das nachvollziehbar. Noch im Februar beschloss die Ampelkoalition per Ratsbeschluss, wer für den Senioren- und den Behindertenbeirat in Ausschüsse für Stadtentwicklung, Bürgeranträge, Soziales oder Sport geschickt wird. Der Antrag der NB-Vorsitzenden Gudrun Tersteegen weckte schlafende Hunde, die Opposition und den Städte- und Gemeindebund. Bürgermeister Ballhaus blieb gar nichts anderes übrig, als den Ratsbeschluss zu kassieren. Weil seine SPD und die Ampelpartner aber nicht auf die Altregelung verzichten wollen, ist der Beschluss derzeit nur ausgesetzt. Die Verwaltung prüft auf Antrag auf eine alternative Einbindung der Beiratsmitglieder.
Verschwendung oder wahlweise Inkompetenz
Der Vorgang bringt viele auf die Palme. Zuvorderst FBG und CDU, die der Ampel wahlweise Verschwendung (pro Kopf und Ausschusssitzung gibt’s 26,50 Euro) oder politische Inkonsequenz, ja, juristisch fragwürdiges Handeln vorwerfen. FBG-Chef Küster: „Es ist den Beiräten zuzumuten, für einen überschaubaren Zeitraum ehrenamtlich die Ausschüsse zu besuchen.“
Das ist erlaubt und könnte auch künftig eine Lösung sein. Der Moerser Pressesprecher Klaus Janczyk: „Wenn der Ausschussvorsitzende einverstanden ist, können Mitglieder der Beiräte zugelassen werden. Sie haben ein Rederecht, nicht nach Meldung, sondern nach Aufforderung.“
Bei Gudrun Tersteegen, Vorsitzende des Nachhaltigkeitsbeirates, sitzt der Ärger noch tiefer: „Wir hatten den Antrag gestellt, aber von uns redet niemand mehr. Ich muss von der Presse erfahren, dass wir in der Pressemitteilung meiner SPD keine Rolle spielen. Da fehlt offensichtlich die Kommunikationsbereitschaft.“ Etliche Male habe sie wegen des Nachhaltigkeitsbeirats vorgesprochen, bei ihrer Fraktion und beim Bürgermeister. „Wir werden ignoriert.“ Dem Behinderten- und Seniorenbeirat bescheinigt Tersteegen „gute und wichtige Arbeit“.
23:08
Wenn wo gute Arbeit geleistet wird, dann im Seniorenbeirat und im Behindertenbeirat.
Der Nachhaltigkeitsbeirat ist ein Schwafelverein, in dem absolut nix entschieden wird. Ausser das der Bürgermeister fairen Kaffee trinken soll und wir in Moers einen fleischlosen Tag einführen sollen. Da kann man jede Menge 26 Euros einsparen!
15:42
Na Servus,
auch ich grüsse den
Hawarabuam.
12:35
#4 Sorry
Eigentlich eher seine Überheblichkeit Reimann
12:33
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
12:21
Herr /Frau Moersliebling
Es faellt auf ,daß sie immer die Leier 14 spielen..
Ihre Beiträge sprechen für Sich !!
Doch in Deutschland kann jeder lesen wann /was er will .
Und dito dazu sagen ,
Viel scheinen Sie nicht auf der Pfanne zu haben ,
Auch faellt Ihre politische Richtung ,sowie Ihre politischen Absichten hier auf .
Eins muss man dem von Ihnen gescholtenen lassen,
Der /Die verteilt in alle Richtungen .
Sie habern eine Einbahnstrasse
12:09
@Moersliebhaber:
Wer ist denn mit Provinzfürst gemeint?
Seine Sinnlosigkeit Norbert I. ?
11:24
Arme Kolonie-Wurst, ständig den Untergang des Untergang des Journalismus beschwören, aber jede Zeile der NRZ aufsaugen. Wie arm ist das denn? Schätze mal: keine Freunde, keine Ahnung und viel zuviel Zeit. Beileid. Schätze mal, jetzt wird wortreich und sinnentleert erklärt, wieso er sich immerzu widerspricht und trotzdem recht hat. Ist Kolonie eigentlich ein Synonym für irgendeine geschlossene Unterbringung?
An Frau Tersteegen: Respekt, das ist mutig, sich gegen den Provinzfürsten zu stellen...
10:04
Guten Morgen Herr hartmut Hohmann
Obiger Artikel steht seit ca 1 Std im Netz .
Und da warten alle auf Ihr Statement
Wohlauf ;Frisch ans Werk !
Gruss ausse Kolonie
Koloniejunge
09:13
Ist ja mal was ganz Neues, dass die Sozen öffentlich gegeneinander keilen.
Aber wie beim verkaufsoffenen Sonntag zeigt sich wieder mal ganz klar wer da das Sagen hat.
Spielen Regeln und Verordnungen bei denen nur noch eine untergeordnete Rolle?