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Eschenburgschule: Was passiert in Asberg?

28.03.2011 | 20:32 Uhr
Eschenburgschule: Was passiert in Asberg?
Schulausschuss Moers 28. März 2011

Moers.Es waren eine Menge Fragen, die gestern die Eltern der Eschenburgschulkinder im Schulausschuss stellten. Sie machen sich Sorgen um die Zukunft der Schule.

Sollen etwa die Pausenhalle und Teile der Schule abgerissen werden, soll sie von Drei- und Zweizügigkeit verkleinert werden, wird die Bibliothek wegfallen? Fazit: Es ist noch nichts entschieden. Aber das Geld ist mehr als knapp.

Über 1000 Unterschriften hatten die Eltern gesammelt, um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen. Hans-Gerd Rötters, Erster Beigeordneter der Stadt, erklärte dazu: “Wir wissen noch gar nicht, ob wir die Eschenburgschule sa­nieren.“ In der Schulsanierungsphase III (im Zeitraum 2012 bis 2014) stünden 9,5 Millionen Euro zur Verfügung, wovon allerdings schon über drei Millionen verausgabt sind. Bleiben etwa sechs Millionen Euro. Die Sanierung der Realschule würde 5,5 Millionen ver­schlingen, die Sanierung der Eschenburgschule zwischen 4,5 und 5,2 Millionen – und es stehen nicht nur diese zur Sanierung an...

Die Experten des Zentralen Gebäudemanagements machten den Eltern zudem wenig Hoffnung darauf, dass die Pausenhalle erhalten bleibt: Es bestünden statische Probleme, außerdem sei das Heizen der Halle pure Energieverschwendung. Und Energie ist teuer.

Rötters reichte zudem den schwarzen Peter weiter an die Politiker: „Zuerst mal muss die Politik Farbe bekennen.“ Denn diese sind nun einmal dafür zuständig, das wenige zur Verfügung stehende Geld zu verteilen. Zudem sei zu be­denken, dass es in gut vier Jahren in Moers rund 180 Grundschüler weniger geben wird. Das sind die Schüler von zwei oder drei Grundschulen. „Müssen Grundschulen ge­schlossen werden? Brauchen wir ein fünftes Gymnasium? Das sind Fragen, die zu klären sind“, so Rötters. Er überraschte mit der Bemerkung, dass mehr Moerser Schüler auf die Gymnasien drängten als Klassen vorhanden seien: „Wir kommen mit den Schulen nicht aus. Wir kommen auf 19 Eingangszüge, das können die Gymnasien nicht leisten.“

Es sieht so aus, als kämen auf die Politiker eine Menge richtungsweisender, oftmals aber auch sicher unbequemer Entscheidungen zu. Aus der SPD kam zudem noch der Hinweis, dass es kein berufliches Gymnasium in Moers gebe, sich aber am Berufskolleg für Technik 88 Interessenten gefunden hätten.

Harry Seelhoff

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