Es reicht immer noch nicht

Am Niederrhein..  Die Überschriften sind identisch, nur die Summen variieren: Die SPD-Bundes- und Landtagsabgeordneten Siegmund Ehrmann, Dr. Hans-Ulrich Krüger, Ibrahim Yetim und René Schneider teilten unter der Überschrift „Bund und Land werden ihrer Verantwortung in der Flüchtlingspolitik gerecht und unterstützen die Willkommenskultur vor Ort“ mit, dass Moers, Neukirchen-Vluyn und Kamp-Lintfort mehr Geld für Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen erhalten. Die Städte wollen indes nicht dauernd neue Aufstockungen und Neuberechnungen, sondern fordern ei­ne klare Aussage: Kostenübernahme zu 100 Prozent.

Für Moers gibt es zusätzlich 596 479 Euro, für Neukirchen-Vluyn 163 561 und für Kamp-Lintfort 226 294 Euro, da der Bund seine Soforthilfe für die Kommunen verdoppelt hat. Das sei zwar ganz schön, meint der Kamp-Lintforter Kämmerer Martin Notthoff, erklärt aber: „Wir zahlen immer noch drauf. Das hilft uns alles nicht weiter. Es kann nicht sein, dass wir auch nur auf einem Euro sitzen bleiben.“ Bei der Kostenerstattung fordert Notthoff ganz klar: „Es müssen 100 Prozent sein.“

Die Städte seien mit dem bürokratischen Aufwand, den die Hilfe für die Flüchtlinge mit sich bringe, schon genug belastet. Man wisse kaum noch, wo man die Menschen unterbringen solle – über Neubau von Unterkünften oder Containerankauf müsse die Stadt Kamp-Lintfort bereits nachdenken.