Es ist die Bitte um Schutz
18.07.2010 | 16:38 Uhr 2010-07-18T16:38:00+0200
Moers.Schon von Weitem war das Dröhnen der Motoren der rund hundert Motorräder zu hören. Direkt an der Bismarckstraße versammelten sich die Biker, die nicht nur aus Moers, sondern auch aus Kamp-Lintfort kamen, vor dem Pfarrhaus. Nach dem Start auf der Bismarckstraße bei strahlendem Sonnenschein sollte die Kolonne eine Fahrt von etwa einer Stunde über die Landstraßen und vorbei am Kloster Kamp nach Kevelaer bewältigen, die mit einer Begrüßungsfahrt der insgesamt immer um die 1000 Motorradfahrer, die am Gottesdienst in Kevelaer teilnahmen, enden sollte.
Abends standen den Bikern dann noch der Festgottesdienst und eine Lichterfahrt bevor. Diese wird so genannt, weil der Gottesdienst erst um 21 Uhr stattfindet und die Motorräder deswegen mit Beleuchtung unterwegs sind.
Auf die Frage, warum sie mitfahren, gibt es für Norbert und Sabine Schulz nur eine Antwort. „Weil wir Biker sind“, antwortet Sabine Schulz ganz selbstverständlich und ihr Mann ergänzt: „Das ist die Gemeinschaft. Es macht einfach Spaß.“ Dann hält er eine kleine Fahne mit der Aufschrift „Geiles Wetter hier“ hoch, die an seinem Motorrad angebracht ist und lacht. Das Pärchen aus Eick-Ost nimmt jedes Jahr an der Wallfahrt teil und machte sich auch in diesem Jahr wieder mit viel Freude und den anderen Bikern auf den Weg.
Eine besondere
Gemeinschaft
Auch für Ingo Hackstein ist die Gemeinschaft ein wichtiger Punkt, an Motorrad-Wallfahrt teilzunehmen. Für den Asberger ist aber auch der Glaube ausschlaggebend. „Ich bin kein Kirchgänger, aber ich glaube an Gott. Dann fährt man mit als Dank, dass im letzten Jahr alles gut gegangen ist beim Motorrad fahren“, sagte er und machte sich lächelnd startklar.
Auch Pastor Bernhard Lauer fuhr mit. „Eigentlich ist es eine Bitte um Schutz“, erklärte er den Grundgedanken der Wallfahrt mit Gottesdienst. So soll darum gebeten werden, dass die Motorradfahrer immer heil an ihrem Ziel ankommen.
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