Engagierte Moerser setzen sich fürs Moers Festival ein - Zuschuss verdoppelt
22.05.2012 | 18:14 Uhr 2012-05-22T18:14:00+0200
Moers. Die Kunststiftung NRW sagt eine Verdopplung des Zuschusses für das in finanzielle Nöte geratene Moers Festival zu. Es sollen 160.000 Euro fließen. Bürger der Stadt engagieren sich und gründen das Kuratorium Moers Festival. Auch der Sender „Arte live web“ unterstützt das Jazzfestival.
So kurz vor dem Moers Festival, das am Freitag, 24. Mai, beginnt, wollten Ulrich Greb von der Kultur-GmbH und der künstlerische Leiter Reiner Michalke noch mal Optimismus versprühen, dass es auch 2013 ein Festival geben wird. Nicht ganz unwesentlich dabei: Die beiden konnten verkünden, dass die Kunststiftung NRW zugesagt habe, ihren Zuschuss auf 160.000 Euro zu verdoppeln. „Ein kulturpolitisches Signal“, nannte Michalke das, wohl in Richtung Moerser Politik.
Weiter konnte Michalke von Gesprächen mit dem WDR-Hörfunk berichten, nach denen die Zusammenarbeit intensiviert werden soll. Gleichzeitig ist nun klar, dass der Sender „Arte live web“ ins Boot kommt. Der will den Festivalsonntag aufzeichnen – wegen der Uraufführung von Carla Bleys „La leçon francaise“.
Aber das sind nicht die einzigen Strippen, an denen im Moment gezogen wird, um das Festival und alles, was da dran hängt, durch die Finanzkrise zu bringen. So outete sich Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein, als „Nicht-Jazzer“, aber als einer, der sich für das Festival einsetzen will. Er und Ulrich Ruthenkolk, ehemaliger Sparkassenvorstand und vielfältig engagiert, sind beim Kuratorium Moers Festival dabei, das sich jetzt gründet, und netzwerken will als Befürworter des „kulturellen Highlights“.
Ulrich Greb ist Ansprechpartner für Interessierte
Das international angesehene Moers Festival zieht bereits seit Jahrzehnten an Pfingsten Musiker und Jazzfans nach Moers. Jazz, Improvisation und Musik aus anderen Kulturen sorgen jedes Jahr für Vielfalt und neue, interessante Entdeckungen.
Sie sind neben Greb auch Ansprechpartner für Interessierte, die mitmachen wollen. Zugesagt haben schon weitere Moerser Persönlichkeiten, etwa der Rechtsanwalt Dr. Peter Boschheidgen, die Notare Ohmen und Lettmann und Elke Talhorst (SPD). Ulrich Ruthenkolk sagte: „Kulturpolitik ist auch Sozialpolitik. Wir wollen es dem Rat so schwer wie möglich machen, sich gegen das Festival zu entscheiden.“ Denn das sei – da waren sich alle einig – ein fatales Signal für die Kulturmarke Moers.
Der Kölner Reiner Michalke staunt: „Die Vielfalt hier ist mustergültig. Kölner Kinder haben nicht soviel Gelegenheit, mit Kultur zusammenzukommen, wie die Moerser.“
14:44
Nicht aufregen leiber "Schwamm", was"rudizehner" hier schon seit Monaten von sich gibt kann doch keiner wirklich ernst nehmen. Soll er sich doch am Samstag vor den Fernseher setzen und den ESC gucken, aber nicht bevor er die Bildzeitung zu Ende gelesen hat.
Schön das mittlerweile wieder positive Nachrichten über die Zukunft des Festivals zu lesen sind. Schön das viele Moerser positiv über dieses einmalige Kulturereignis denken und auch bereit sind dafür zu kämpfen. Das läßt doch nach den vielen Negativschlagzeilen der letzten Monate, gerade jetzt, so kurz vor Festivalbeginn, einen wieder sehr optimistisch in die Zukunft sehen.
Mit freundlichen Grüßen
12:07
Muss es denn der Fall sein das die Mehrheit etwas davon hat? Ich wohne selber in Moers und freue mich jedes Jahr auf das Festival auch wenn der Jazz sicher nicht zu meinem favorisierten Musikstil gehört. Es ist doch klasse das dieses Event über die Grenzen bekannt ist und Leute anzieht. Da gibt es meiner Meinung nach schlimmer Sachen in Moers und wer weiss Herr rudizehner ob ihre Musik für andere Leute nicht auch Krach ist....
12:06
Muss es denn der Fall sein das die Mehrheit etwas davon hat? Ich wohne selber in Moers und freue mich jedes Jahr auf das Festival auch wenn der Jazz sicher nicht zu meinem favorisierten Musikstil gehört. Es ist doch klasse das dieses Event über die Grenzen bekannt ist und Leute anzieht. Da gibt es meiner Meinung nach schlimmer Sachen in Moers und wer weiss Herr rudizehner ob ihre Musik für andere Leute nicht auch Krach ist....
10:45
Gut, dass die Moerser Bürger (hoffentlich) ab 2013 mit 80.000,00 weniger Steuergeldern für dieses Radau-Festival in die Bresche springen müssen. Es wäre wünschenwert, dass die Steuerzahler, die mehrheitlich nichts von diesem Krach-Event haben, weiter entlastet würden.
Verdienen tut an der Sache (auf Kosten der Moerser Bürger) nur die Veranstalter-Seilschaft, und das üppig!
Wie kommen Sie darauf, dass ich als Steuerzahler nichts von diesem "Event" habe?
Wie kommt man eigentlich auf die Idee, solch ein musikalisch hochwertiges Festival als Krach zu bezeichnen. Welche Band meinen Sie im Besonderen? Oder Jazz im Ganzen? Welche Musik ist denn für Sie kein Krach? Ich bitte um Aufklärung.
23:18
finde ich prima: danke herr greb und herr michalke!
dann kann die stadt ja 80000 am festival einsparen!
danke nochmals für den solidarischen beitrag zur sanierung des haushalts!