Elternabend auf der Bühne in Kamp-Lintfort

Gerit Kling (l.) ist eine der Akteurinnen.
Gerit Kling (l.) ist eine der Akteurinnen.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Der jüngst im Kino so erfolgreich angelaufene Film „Frau Müller muss weg“ mit Anke Engelke ist nun auch als Theaterstück in der Stadthalle zu sehen.

Kamp-Lintfort..  Der jüngst im Kino so erfolgreich angelaufene Film „Frau Müller muss weg“ mit Anke Engelke in der Hauptrolle ist jetzt auch als Theaterstück in der Kamp-Lintforter Stadthalle zu sehen. Am nächsten Sonntag, 1. März, um 20 Uhr, können die Theaterbesucher den fulminanten Showdown beim Elternabend der 4b auch live auf der Bühne erleben.

Die Geschichte: In wenigen Monaten gibt es die Zeugnisse, die über Wohl und Wehe der weiteren Schullaufbahn entscheiden – sprich über die Empfehlung für Gymnasium, Real- oder Hauptschule. Eine Entscheidung, die die Eltern mit Gymnasialambitionen für ihre Sprösslinge nicht tatenlos abwarten wollen. Sie haben ihr Urteil bereits gefällt und wollen der bisherigen Klassenlehrerin Frau Müller ihr Misstrauen aussprechen. Denn die muss weg, ehe sie die Zukunft der Kinder vernichtet. Doch die Pädagogin aus Leidenschaft, mit Prinzipien und Berufserfahrung, schlägt mit guten Argumenten zurück! Da bröckeln Eltern-Allianzen, wechseln Fronten und verschieben sich Wahrnehmungen.

„Bei Kindern hört der Spaß auf. Da zeigt sich, wie solidarisch eine Gesellschaft wirklich ist und wie sie mit Erfolg und Niederlagen umgeht. Da werden keine Gefangenen gemacht und keine Konzessionen“, schreibt der Autor des Stückes Lutz Hübner über seine 2010 am Staatsschauspiel Dresden uraufgeführte Komödie. Als präziser Beobachter von Gesellschaft und Gegenwart spitzt Hübner hier die Klassenzimmer-Situation lustvoll zu und fördert so Amüsantes und Erschreckendes zu Tage: schwelende Beziehungsprobleme, konträre Erziehungspositionen, Opportunismus und was es sonst noch so an Eltern-Animositäten gibt.

Es spielen: Iris Boss, Katrin Filzen, Gerit Kling, Claudia Rieschel, Thomas Martin und Wolfgang Seidenberg.