Eine Vorliebe für Rechenschieber

Neukirchen-Vluyn..  Rechenstäbe aus der Sammlung von Wilhelm Kranen sind ab sofort in der Vitrine der Stadtbücherei am Missionshof 5 ausgestellt. Kranen sammelt seit 20 Jahren diese Rechengeräte, unter denen sich auch ein riesiger Demonstrationsrechenschieber für den Schulunterricht befindet.

Die Ausstellung enthält verschiedenste Ausführungen – angefangen mit dem Abakus. Er ist eines der ältesten bekannten Rechenhilfsmittel. Ursprünglich stammt das Gerät wahrscheinlich aus China und wurde auch überwiegend im asiatischen Raum benutzt.

Ein Rechenschieber oder Rechenstab war ein analoges Rechenhilfsmittel zur mechanischen Durchführung der Grundrechenarten, vorzugsweise der Multiplikation und Division. Etwa seit 1870 gab es einen einheitlichen Aufbau des Rechenschiebers. Bis in die zwanziger Jahre wurden sie aus Birnen- oder Buchenholz hergestellt und in aufwendigen Hüllen oder Etuis aus Holz und Leder aufbewahrt. Spätere Modelle sind meist aus Kunststoff. So gibt es Anfänger-Rechenschieber, Modelle für Ingenieure oder Handwerker sowie Sonderausführungen für die Bremswegberechnung oder zur Berechnung des Kraftstoffverbrauches. Seinerzeit wurden sie auch als Werbemittel verteilt.

60 Exemplare

Spätestens seit den achtziger Jahren wurden die Rechenschieber dann im Schulunterricht von den aufkommenden Taschenrechnern verdrängt. 60 verschiedene Exemplare besitzt Wilhelm Kranen.

Sie sind noch bis zum 8. Mai in der Stadtbücherei während der Öffnungszeiten zu sehen.

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