Eine Tote bei Busunfall auf der Autobahn 42
18.07.2010 | 19:50 Uhr 2010-07-18T19:50:00+0200
Kamp-Lintfort.Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich Sonntagnachmittag kurz vor 18 Uhr auf der A 42 zwischen dem Kreuz Kamp-Lintfort und der Ausfahrt Moers-Nord. Ein Reisebus war über die Leitplanke gefahren und aufs Dach gekippt. Eine junge Frau starb.
Bei einem Busunfall auf der Autobahn 42 nahe Moers ist am Sonntagabend eine junge Frau ums Leben gekommen. Weitere 27 Personen in dem Reisebus wurden verletzt, zwei von ihnen schwer, wie die Polizei mitteilte. Unter den Leichtverletzten befindet sich auch der 65-jährige Busfahrer. Bei den Businsassen handelte es sich um eine Reisegruppe aus dem Kreis Heinsberg, die sich aus Bochum kommend auf dem Rückweg befand. Die Verletzten kamen in Krankenhäuser. Dabei waren fünf Rettungshubschrauber im Einsatz. An der Rettungsaktion beteiligten sich bis zu 150 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei.
Der Reisebus war aus bislang unbekannten Gründen von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich überschlagen und war auf einem Grünstreifen etwa drei Meter unter dem Fahrbahnniveau dem Dach gelandet. Die Autobahn in Fahrtrichtung Kamp-Lintfort wurde für den Verkehr für mehrere Stunden gesperrt. (ddp)
14:24
mein aufrichtiges beileid an die kameradinnen und kameraden unserer nachbareinheit LE Aphoven
13:41
Hallo Also ich kenne die Insassen dieses Busses, da es Kameraden von mir waren ( Feuerwehr ) Wie schon Berichtet stammt die Gruppe aus dem Kreis Heinsberg ( bei Aachen ) Ich bin Gebürtig aus Heinsberg und war Jahre lang dort Feuerwehrmann, bin tief erschüttert.
Solche Leute wie Rober gibt es nicht viele Die anhalten und erste Hilfe leisten. Hut ab und Danke Robert.
13:19
Danke Robert dass Du angehalten und geholfen hast. Letztes Jahr ereignete sich ein Unfall auf der A2, zwei Wagen blockierten verkeilt die rechte und mittlere Fahrspur. Der kleine Rückstau der sich bildete war schnell aufgelöst - denn es hatten alle sehr eilig dort dran vorbeizufahren und bloß nicht anzuhalten. Im Dunkeln war nicht zu erkennen ob jemand verletzt sein könnte; nur eine wild winkende junge Frau... Wir haben angehalten und geholfen, denn auch wenn zum Glück niemand auf den ersten Blick verletzt war standen die beiden Unfallbeteiligten so unter Schock dass sie auf der Fahrbahn an der ungesicherten Unfallstelle herumirrten und ihre Handys suchen wollten - sie hätten nicht einmal Hilfe rufen können. Als sie sahen dass wir gehalten hatten stoppten plötzlich noch zwei Fahrzeuge - aber niemals will jemand der Erste sein. Der Versuch die Unfallstelle zu sichern scheiterte dann an den vorbeidrängelnden Fahrzeugen; denn sobald der kleine Rückstau behoben war wurde fröhlich gerast. Das Warndreieck wurde überfahren und es ist kein erhebendes Gefühl im Finstern zu stehen während die Scherben einem um die Ohren fliegen nur weil niemand die zwei Minuten hatte warten können die es gebraucht hätte im Rückstau eben die Unfallstelle zu sichern. Einige Male kam es fast zu Folgekollisionen und wir waren nirgends mehr sicher. Nicht vorzustellen was passiert wäre wenn die beiden Personen weiter in ihren Autos gekramt hätten und nur einmal die Vollbremsung nicht geklappt hätte.
Kaum war allerdings die Polizei vor Ort wurden die Spuren gesichert und der Verkehr floss plötzlich wieder lammfromm und langsam an uns vorbei....... Hätten sich nur die ersten Fahrzeugführer zur Hilfe entschieden und sofort reagiert wäre die Situation nicht annähernd so brenzlig geworden.
Diese Viertelstunde auf der A2 werde ich ganz sicher nicht vergessen und es schaudert mich immer noch. Als Konsequenz steht für mich fest dass ich ab jetzt ein Blinklicht mitführe, denn ein umgefahrenes Warndreieck welches unter Lebensgefahr auf einer Fahrbahn plaziert wurde ist im Dunkeln sinnlos. Ein gelbes Blinklicht am Fahrbahnrand wäre hilfreicher. Und statt Orange tragen wir jetzt Warnwesten in Neongelb und zwar mengenmäßig genug für alle Mitfahrer.
Erschreckend ist allerdings die Erkenntnis über den eigenen Schweinehund. Natürlich haben wir geholfen. Aber selten ist mir ein Weg innerlich so schwer gefallen weil man nicht weiß was einen erwartet. Das offensichtliche Desinteresse der Allgemeinheit gepaart mit einem Schweinehund den man nicht überwindet hat das Ganze erst gefährlich gemacht.
Ich wäre auch lieber weitergefahren. Wäre einfacher gewesen. Ob man am nächsten Tag noch in den Spiegel schauen kann ist allerdings eine andere Frage.
Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Bewältigung dieses Erlebnisses und nochmal vielen Dank. Wer einmal so etwas erlebt hat diskutiert dann nicht mehr über an den Haaren herbeigezogene potenzielle Ursachen sondern fühlt mit.
11:49
Umgekehrt wird ein Schuh draus:
Ohne die vorhergehende Großveranstaltung hätte die überörtliche Hilfe wesentlich länger gebraucht.
Vom Stilleben konnten innerhalb kürzester Zeit Rettungswagen und Notärzte ohne Ende zur Unfallstelle auf der A 42 abgezogen werden und dort Hilfe leisten.
Zum Kotzen fand ich die Schaulustigen auf der Gegenseite, ganz abgesehen von den armseligen Kommentatoren, die hinter jeder Umleitung eine Weltverschwörung vermuten und das auch noch mitteilen müssen.
Meine Gedanken sind bei den betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Für die Verstorbene habe ich eine Kerze angezündet.
10:43
# 20
Die Lenkzeit beträgt maximal eineinhalb Stunden auf der regulären Strecke Bochum-Heinsberg - dadurch, dass der Bus über die Ausweichroute fahren musste, ist keine bedenklich längere Lenkzeit entstanden - lediglich eine Viertelstunde kann man dafür aufschlagen. Erst informieren oder den Babbel halten.
10:37
Ein schlimmer Unfall, der traurig macht.
Und eigentlich die herren Pleit(g)en und (Unge-)Scheytt nachdenklich machen sollte.
Natürlich gibt es einen Zusammenhang. Denn der Bus mußte einen großen Umweg fahren. Das kostet Lenkzeit. Vielleicht wäre der Unfall auf dem direkten Weg nach Bochum über die A 40 nicht passiert. Von der Hand zu weisen ist das eben nicht.
Eine Autobahn eignet sich nun mal nicht zu einem Volksfest!
10:21
Der Verkehrsfluss war vor dem Unfall vollkommen normal. Die A42 war nicht zu voll, weshalb der Unfall in keinster Weise der Sperrung der A40 zugeschrieben werden kann.
Ich hoffe, dass es den Verletzten den Umständen entsprechend gut geht. Den Angehörigen der Toten möchte ich mein Beileid aussprechen.
10:17
@ #14 von christian87654321 und #9 von still leben
Ihr seid ja durch! Schon mal darüber nachgedacht, dass solche Unfälle beinahe täglich und überall passieren? (Leider!) Da ist keine Vollsperrung dran Schuld und kein StillLeben auf der A40. Da ist meistens technisches oder menschhliches Versagen Schuld - und nicht die Vollsperrung einer Autobahn! Das Chaos könnte man nun auch auf den Ferienbeginn schieben, oder darauf, dass ein Vögelchen am Straßenrand den vorausfahrenden PKW irritiert hat... oder das Frau Müller-Piepenkötter in ihrer 34 qm Wohnung zu laut gepfiffen hat.... hallo, gehts noch? Es ist tragisch, was passiert ist und mein Beleid gilt den Angehörigen. Aber es hätte sicher nicht dadurch verhindert werden können, dass die A40 offen ist - zudem man über die A42 auch sehr gut und häufig aus Bochum wegkommt - nämlich über Herne.
09:55
wahrscheinlich wieder ein aushilfsfahrer
09:29
@#14 von christian87654321
Hätte der Hund nicht geschissen hätte er den Hasen gefangen.
Was ist das für ein Blödsinn? Es war ein schrecklicher Unfall der jederzeit und überall hätte passieren können.
Auch auf der A40 !!!
Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen, Ersthelfern und Helfern vor Ort.