Eine Million vertrödelt
17.06.2009 | 17:42 Uhr 2009-06-17T17:42:00+0200Zuschuss für die Justus-von-Liebig-Schule wegen Fristüberschreitung weg.
Ein Vorzeigeprojekt sollte der Neubau der Justus-von-Liebig-Hauptschule werden, sollte zeigen, dass Hauptschule eine Zukunft hat. Leider wird die Stadt wohl in Zukunft eine Million Euro weniger einplanen können, denn der Bundeszuschuss aus dem Investitionsprogramm „Zukunft, Bildung, Betreuung” ist an eine Frist gebunden. Und die ist nicht mehr einzuhalten. Der Neubau wird einfach nicht früh genug fertig.
Dazu Christopher Schmidtke (Grüne), Vorsitzender des Bau- und Grundstücksausschusses: „Unsere Fraktion hatte schon öfter darauf hingewiesen, dass es sehr knapp wird. Es ist so eingetreten, wie wir es befürchtet haben.”
Laut Schmidtke wäre es sinnvoller gewesen, einen Generalunternehmer statt des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt (ZGM) mit dem Schulneubau zu beauftragen. „Das wäre vielleicht etwas teurer geworden, aber dann hätten wir die eine Million Zuschuss”, so der Ratsherr.
Zudem gibt Schmidtke zu bedenken, dass bei der Entscheidung für den Neubau und gegen die Sanierung des alten Schulgebäudes die eine Million Euro eingerechnet wurde. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung sähe ohne die Million vielleicht anders aus, aber das Kind sei nun in den Brunnen gefallen. Schmidtke: „Ich bin schon stinkig, dass das passiert ist. Das Geld hätten wir gut gebrauchen können.”
Wie zu hören ist, könnte die folgenschwere Verzögerung des Baubeginns möglicherweise auf das Konto des Büros von Professor Peter Hübner gehen, der mit der Planung beauftragt war. „Sehr schleppend”, so heißt es, sei dort gearbeitet worden, weshalb die Prüfung einer Schadenersatzforderung im Raume steht.
„Wir haben immer gesagt gekriegt, dass es klappt”, so ein Ausschussmitglied. Alle hätten gewusst, dass der Zeitplan „sehr, sehr eng gestrickt” gewesen sei, jedoch hätte „ in den letzten Monaten was gehakt”. Letzter Ausweg sei eine Fristverlängerung, doch die ist indes nicht zu bekommen. Keine Unterrichtsbeginn nach den Ferien – keine Million.
13:56
Die Verwaltung hat billigend die Bauverzögerung in Kauf genommen. Über den Baufortschritt konnte sie sich jederzeit informieren und Druck auf die Projektleitung ausüben. Und Ratsherr Schmidtke? Der ist im Sumpf der Vertraulichkeit der nicht öffentlichen Sitzungen untergegangen.
14:21
Wenn Moers schon Geld zum verschenken hat, dann doch bitte den Bürgern schenken.
Der Verschwendungswahn im Rathaus kennt scheinbar keine Grenzen mehr.
07:33
Ja, das ist Moers !!!! Ich hatte es schon irgendwann mal in ein Forum der Stadt geschrieben. Wäre die Stadt Moers eine Firma.... Sie wäre Pleite und Hoffnungslos verloren. Wie kann man so arbeiten, das versteh ich nicht....