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Volksfeste

Eine echte Familienkirmes

05.09.2010 | 13:14 Uhr
Eine echte Familienkirmes

Moers. Zahlreiche Kinderwagen und Familien mit Kindern auf der Moerser Kirmes machten es wieder deutlich: Das wohl größte Volksfest am Niederrhein ist eine echte Familienkirmes. Gruselig war es für Groß und Klein in der Geisterbahn „Haunted Manison“ auf dem Kastellplatz,

In der treibt sogar ein „echter“ Geist sein Unwesen. Schon von außen hatten die Kirmesgäste die Gelegenheit zu beobachten, wie er mit seiner eiskalten Hand über das schüttere Haar des einen oder anderen Besuchers strich. Was natürlich auch für einige Lacher bei den Zuschauern sorgte.

Die äußerst beliebte Rock- und Popnacht sorgte am Samstag am Königlichen Hof für Stimmung. Der Platz war ständig mit hunderten Feierlustigen gefüllt, die bei einem Kirmesbier oder Gläschen Sekt mit der Top 40 Coverband „Full House“ Party machen wollten. „Eigentlich wollten wir gleich eine Pause machen, aber das schüchterne Moers ist gerade richtig wach geworden, deshalb prügeln wir das jetzt hier durch“, brüllte Sänger Carsten Volz ins Mikrofon, um gleich darauf mit einem Sprung von der Bühne ins Publikum selbiges noch mehr anzuheizen.

Kräfte gemessen am
Box-Automaten

Neben dem üblichen Fischbrötchen, der Kirmeswurst und der Zuckerwatte gab es für Leckermäuler auf dem Weg zum Friedrich-Ebert-Platz neue Spezialitäten wie Raffaelo-, Nutella- oder Baileys-Mandeln zu probieren. Während der Autoscooter überwiegend von aufgestylten Mädchen im Teenager-Alter belegt war, maßen gleich nebenan halbstarke Jungs ihre Kräfte am Box-Automaten.

Doch neben diesen klassischen Fahrgeschäften gab es auch die neuen Attraktionen mit dem Motto „Höher, schneller, weiter“. Der „Boster-Maxxx“, der mit seinen 55 Metern Höhe selbst das Riesenrad um zehn Meter übertrumpft, schleuderte die Fahrgäste dem Himmel und dann wieder dem Boden entgegen. „Da macht es die Höhe. Da oben wird es einem schon ganz anders“, befand einer der Fahrgäste nach überstandenem Abenteuer.

Steigern ließ sich das nur noch bei einer Fahrt mit dem „Flash“, den es in Deutschland nur ein einziges Mal gibt, wie Inhaber Thomas Weber verriet. Hier konnten die Kirmesbesucher bei einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern den freien Fall erleben, was für entzückt-ängstliche Kreischer sorgte. Im Gegensatz zu den meisten anderen Fahrgeschäften mussten sich die Besucher hier auch auf kurze Wartezeit einstellen.

Nass werden konnte man trotz des schönen Spätsommerwetters ebenfalls. Die Wahl hatten die Besucher zwischen dem „Revolution“, das wie ein große Schaukel die Gäste in luftige Höhen befördert und dabei mit einem Wasserspiel für Abkühlung sorgt, oder dem „Atlantis Rafting“, einer Art Wasser-Achterbahn, bei der sich die einzelnen Schlauchboote auch noch um sich selbst drehen.

Sicherlich nicht nur an diesen zwei Geschäften lag es, dass es beim Toilettenwagen auf dem Friedrich-Ebert-Platz im Laufe des Abends hieß: „Hier keine Frauen mehr.“ Aufgrund mangelnden Wasserdrucks hatte die Spülung versagt, was dann nur noch die Nutzung der Urinale zuließ. „Das ist, weil die anderen Schausteller gerade so viel Wasser verbrauchen“, wurden die abgewiesenen Damen aufgeklärt.

„Der Kirmesstart am Freitag war etwas schwächer, aber heute am Samstag sind wir durchweg zufrieden“, erklärte Rudi Edling vom Moerser Schaustellerverein, der selbst den Bierstand „Airport Bar“ betreibt. „Von der Wirtschaftskrise merken wir nicht viel. Die Leute sparen eher bei großen Sachen, so wie Fernreisen. Auf einen schönen Kirmesbesuch verzichtet kaum einer.“

Cornelia Brandt

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Kommentare
06.09.2010
12:34
Eine echte Familienkirmes
von Arvato | #8

Man sollte sich mal Fragen warum der Freitag so schlecht anlief! Der Samstag war übrigens nicht viel besser!

Diese Kirmes weißt mal wieder genauso wenige Flair wie die in den Vorjahren auf. Die Stadt hat erneut bewiesen, dass Sie nicht mehr in der Lage ist dieser Großveranstaltung Ihren alten Glanz zurückzugeben.

Steinstrasse nur zum gruseln, den Neumarkt mal eben direkt nur noch zur einer Fress- und Saufmeile gemacht und dem Kastell auch kein wirkliches Highlight gegeben.

Im Grunde reicht es inzwischen, einfach nur noch auf dem Friedrich-Ebert-Platz zu bleiben. Der Rest der Stadt, gleicht nämlich inzwischen mehr dem Moerser Herbst als einer Kirmes!

06.09.2010
07:43
Eine echte Familienkirmes
von verstehichnich | #7

@2 Die Asis sind doch die die mit Kinderwagen über den Rummel müssen. Laßt euch mal in Kniehöhe über eine Großveranstaltung schieben. Tolles Erlebnis und die Kinder haben den Langzeitschaden. Genau wie hunde, sollten Kleinstkinder auf einer Kirmes verboten sein. Aber selbst die Hunde werden ja leider nicht kontrolliert. MA des OA hatten mehr mit dem Plausch am Würstchen oder Bierstand zu tun, als einen Hundebesitzer auf ein generelles Hundeverbot hinzuweisen.

05.09.2010
18:21
Eine echte Familienkirmes
von Marc Brundgen | #6

Edling auf der Schwafheimer Kirmes wäre gut, ich bin dafür, der sollte mal mit dem SV Schwafheim kontakt aufnehmen. Die Bauernschänke ist nicht so gut, das Personal .... nicht gut

05.09.2010
16:46
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von Ulli E. | #5

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05.09.2010
16:46
Eine echte Familienkirmes
von Ulli E. | #4

Der Edling sollte mal seine Airportbar auf der Schwafheimer Kirmes aufstellen, das Teil ist super, besser als die Getränkebude vom letzten Jahr

05.09.2010
16:46
Eine echte Familienkirmes
von Ulli E. | #3

Der Edling sollte mal seine Airportbar auf der Schwafheimer Kirmes aufstellen, das Teil ist super, besser als die Getränkebude vom letzten Jahr

05.09.2010
16:18
Eine echte Familienkirmes
von Michele B | #2

Wie waren mit unseren Kindern auch dort, man sollte in der Stadt die Wasser und Stromleitungen mal besser verlegen, da kommt man mit dem Kinderwagen total schlecht drüber. Die Kirmes ist im großen ganzen gut, mittlerweile sind vieleAsis da.

05.09.2010
15:01
Eine echte Familienkirmes
von JAJAJA | #1

Aha von der Wirtschaftskrise merkt Herr Edling nicht viel, deshalb gibt es viele veranstaltungen wie die Kamp-Lintforter Sommerkirmes aber auch die kleinen Ortsteilkirmessen in Moers nicht mehr. Da hat mal wieder ein EXPERTE was dazu gesgt, lieber Reporter, macht doch mal eine Umfrage bei den anderen Schaustellern, da kommt kaum einer so richtig klar, weil die Umsätze und Besucherzahlen nicht stimmen. DA wird sich das Finanzamt ja freuen, wenn Edling viel Steuern zahlt

Zum Thema Toilettenwagen, es ist klar, wenn als Zuleitung zu den Toilettenwagen nur einhalb Zoll Schlauch liegt, dass dann nichts ankommt, je dicker der Schlauch, je mehr Durchfluß......

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