Ein Stadtteil feiert für Kinder
28.08.2011 | 16:57 Uhr 2011-08-28T16:57:29+0200
Moers.Manchmal entstehen aus kleinen Ideen große Erfolge. Ein Beispiel für einen solchen Einfall ist das Rheinkamper Stadtteilfest „Rock im Ring“ zu Gunsten des Vereins „Klartext für Kinder“.
Die Veranstaltung fand in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt und das obwohl sie ursprünglich einer Bierlaune entsprungen ist.
„Der anfängliche Gedanke war, dass wir mit unseren Kunden mal ein Bierchen trinken wollten. Irgendwann ist die Idee immer größer geworden und wir haben begonnen die Erlöse für den Klartext für Kinder zu spenden. Mittlerweile ist das ein Selbstläufer. Das Interesse, die Beteiligung der Geschäftsleute hier und auch die Spendenbereitschaft sind immer größer geworden“, so Wolfgang Dedters, der das Fest organisiert. Im letzten Jahr kamen 2800 Euro zusammen. Dedters: „Ich hoffe, dass es in diesem Jahr, trotz des schlechten Wetters noch mehr sein wird.“
Wetterfest mussten die Besucher am Samstag tatsächlich sein. Doch sie ließen sich vom Regen und dem teils böigen Wind nicht beim Feiern stören. „Es ist eine sehr schöne Veranstaltung, schon seit Jahren. Ich finde es ist einfach eine super Idee und es ist schön, dass so viele dabei helfen“, sagt Heinz Bongers aus Baerl.
Gemütlich und gesellig
Das Besondere am Stadtteilfest ist die gemütliche und gesellige Atmosphäre. Wer gekommen ist, hat gute Laune und freut sich mit Nachbarn und Bekannten ins Gespräch zu kommen. Auch Karina Novak aus Rheinkamp findet gerade diese Möglichkeit schön. „Hier kann man mit den Nachbarn zusammen stehen und sich unterhalten. Sonst kommt man oft nicht dazu.“ Ihr Mann Peter ergänzt: „Ich lerne hier Leute wieder kennen, die ich berufsbedingt 25 Jahre nicht gesehen habe.“
Während die Erwachsenen sich unterhalten, spielen die Kinder auf der Hüpfburg oder lassen sich als Frosch, Tiger oder Prinzessin schminken. „Das ist eine gute Veranstaltung. Die Kinder haben Spaß“, erzählt Christian Heger. „Dass damit auch noch etwas für Kinder getan wird, finde ich sehr gut.“
Auch die Mitarbeiter am Stand von „Klartext für Kinder“ sind zufrieden. Bei ihnen konnten die Kleinen ihre eigenen Buttons gestalten und die Erwachsenen sich über die Arbeit des Vereins informieren. „Wir haben viele Gespräche geführt und den Leuten erzählt, was wir machen. Viele kennen den Verein auch schon. Der Bekanntheitsgrad wächst zunehmend“, freut sich Ulrich Ernenputsch. „Wir sind sehr dankbar, dass Wolfgang Dedters und die vielen Helfer uns jetzt schon im dritten Jahr unterstützen.“
„Hier ist
nichts gekauft“
Was bei einer Veranstaltung wie „Rock im Ring“ natürlich nicht fehlen darf, ist Musik. Dafür sorgten am Nachmittag zunächst „Kleinstadtchaos“ und am Abend dann „Halber Liter“. Genau wie die etwa 50 Helfer verzichten auch die Musiker auf ihre Gage. „Alles hier ist gesponsert, nichts gekauft. Hier kassiert keiner“, erklärt Dedters das Konzept. Neben dem Geld für den guten Zweck, sieht er auch andere positive Effekte. „Wichtig ist der Wille zu helfen, die gute Laune und die Nachhaltigkeit des Miteinanders der Nachbarn.“
An der Veranstaltung, die jedes Jahr wächst, waren etliche Privat- und Geschäftsleute beteiligt, alle mit großem Einsatz und für lau. Ein Stadtteil feiert für „Klartext“, das ist ziemlich beeindruckend. Wie das Beispiel Heike Kuehnen zeigt. Sie veranstaltete zum Auftakt mit den vielen Kindern eine Mini-Disco - aus privatem Antrieb, um ihren Teil beizusteuern. Redaktionsleiter Michael Passon, Geschäftsführer von „Klartext für Kinder“, hatte das Spektakel eröffnet und zeigte sich am Ende tief beeindruckt:
„Hier sind so viele Menschen für die gute Sache unterwegs, das macht uns sehr stolz. Es beweist vor allem zwei Dinge: Zum einen, wie viel soziale Kompetenz die Moerserinnen und Moerser besitzen. Zum anderen, dass Klartext auf dem richtigen Weg ist. Wir haben noch viel vor, großen Dank an alle, die uns diese Arbeit mit ihrer Unterstützung ermöglichen. Kompliment an Wolfgang Dedters und das gesamte Rheinkamper Team.“
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