„Ein neues Unfallrisiko“
08.02.2012 | 18:29 Uhr 2012-02-08T18:29:00+0100
Moers.Reichlich Kopfschütteln bei vielen Anwohnern ruft ein neues Verkehrshindernis hervor. Nahe der Einmündung Römerstraße wurde der Germendonks Kamp um etwa ein Drittel schmaler gemacht.
„Dort habe ich schon mehrere gefährliche Situation erlebt“, erzählt Dieter Schuchert.
Er meint, die Stadt habe hier ein neues Unfallrisiko herbeigeführt: „Kürzlich warteten drei Autos im Germendonks Kamp, die auf die vorfahrtberechtigte Römerstraße abbiegen wollten und warten mussten. Es war dunkel. Ein Wagen bog von der Römerstraße aus Richtung Homberger Straße in den Germendonks Kamp ab und bremste abrupt vor dem Hindernis, das der Fahrer offenbar noch nicht kannte. Der Fahrer des folgenden Wagens auf der Römerstraße bog ebenfalls ab. Er hatte zum Glück aufgepasst und fuhr nicht auf. Schon ein drittes Auto würde den Verkehr auf der Römerstraße stoppen.“ Dies sei eine echte Gefahr.
Laster passen immer noch durch
Ähnlich sieht es Hans-Georg Lanzerath. „Wenn das Ziel des neuen Einbaus sein sollte, den Schwerlastverkehr aus dem Wohngebiet herauszuhalten, ist das wirkungslos – Laster passen immer noch durch.“
Die Stadt habe an dieser Stelle vielmehr eine neue Gefahrenstelle geschaffen. Da helfe es auch nicht, dass Baustellenschilder auf der Römerstraße sowie direkt an der Einmündung auf das Hindernis hinweisen und dass vor der Fahrbahnverengung rot-weiße Baken aufgestellt worden seien.
Auch Celal Toprak bewertet diese Stelle jetzt als gefährlicher als sie vorher war – es drohten dort Auffahrunfälle.
Das meint auch Julia Lütz. „Hier stauen sich immer wieder mal die Autos. Und wenn jetzt einer zu schnell um die Kurve fährt, kann er gegen das Hindernis fahren.“
Fahrer, die aus Richtung Bismarckstraße, also aus Richtung Norden, kommen, können die Verengung leichter sehen und haben zudem auf der Römerstraße eine Linksabbiegerspur, auf der sie warten können.
Die Stadt sieht die Baumaßnahme als Mittel zur Verkehrsberuhigung im Stadtteil Meerbeck-Ost. Die dortige Bürgerinitiative sei damit zufrieden. Es habe bisher nur wenige Rückstaus gegeben. Und wenn die Autos auf der Römerstraße gebremst würden, sei das auch nicht unerwünscht. Pressesprecher Klaus Janczyk kündigt an: „Wir beobachten die Situation weiterhin.“
Eine ähnliche Fahrbahnverengung wurde auch an der Blücherstraße eingerichtet.
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