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Ein medizinisches Wunder: Hoppeditz ist auferstanden!

09.11.2008 | 18:06 Uhr

KARNEVAL III. Narren-Maskottchen, alias Bernd Stoffel, wankte zurück ins närrische Leben und teilte mit der groben Kelle aus.

NEUKIRCHEN-VLUYN. Eine Stadt hält den Atem an. Seit Monaten schon gab es in Neukirchen-Vluyn nur noch ein Thema: Würde der Hoppeditz auch in diesem Jahr wieder erwachen, würde der Karnevalskobold pünktlich zu Beginn der Karnevalsaison wieder die Augen aufschlagen?

Dann - am Sonntag morgen - die frohe Botschaft im Averdunkshof an der Weserstraße: Hoppeditz ist erwacht! Erleichtert atmeten die fünfzig Narren und Närrinnen der Blau Weissen Funken Neukirchen-Vluyn und ihre vierzig Gäste aus Moers und Brandenburg/Havel tief durch.

Es sprang oder besser wankte der Hoppeditz noch leicht benommen aus dem lebensgroßen Postpaket, das die Narren zuvor in den Festsaal gekarrt hatten. Medizinisches Wunder oder eine theologische Selbstverständlichkeit?

Schließlich war der Hoppeditz ja erst im Februar nach dem Fischessen verbrannt und zu Grabe getragen worden - vor den Augen vieler Neukirchener und Vluyner. Damals war der Hoppeditz voreilig schon für tot erklärt worden.

Vier Kandidaten und eine Fusion

In gereimter Form nahm Hoppeditz sogleich aktuelle Merkwürdigkeiten aufs Korn. Besonders seltsam kam Hoppeditz, im richtigen Leben Bernd Stoffel, Präsident der 2005 gegründeten KG Blau Weissen Funken vor, dass gleich vier Kandidaten neuer Bürgermeister von Neukirchen-Vluyn werden wollen: "Vier Bürgermeister sollen wir haben, die haben ja wohl nicht alle, diese Knaben! Der Böing, der kriegt schnell einen neuen Posten, ein bisschen mehr wird es wohl kosten."

Auch die geplante Fusion der beiden Fußballclubs aus Neukirchen und Vluyn ließ der Hoppeditz in seiner Ansprache nicht aus: "Es soll'n sich diese Klubs vereinen, doch dass ist Sch#1#20e, will ich meinen!"

In einem Exklusivinterview mit dieser Zeitung konnte sich der Hoppeditz nicht mehr in allen Details an seine neunmonatige Ruhephase erinnern, wohl aber an seine Verbrennung: "Es war kalt draußen, aber mir wurde immer heißer".

Aprospos heiß: Am 24. Februar kommt es ab 17 Uhr in der Kulturhalle in Neukirchen zur ersten Mädchensitzung der KG Blau.

MARTIN KRAMPITZ

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