Ein Heinrich-Goldberg-Saal für die Kasse

Neukirchen-Vluyn..  Der Namenswettbewerb für den Veranstaltungsraum der Sparkasse an der Poststraße ist beendet. Acht Wochen lang konnten Vereine und Bürger aus Neukirchen-Vluyn Vorschläge machen. „Insgesamt haben wir 58 Einsendungen bekommen, von Andreas-Bräm-Saal bis Zechineum waren viele tolle Namen dabei“, sagt Geschäftsstellenleiterin Katrin Steffans. Eine fünfköpfige Jury entschied sich jetzt einstimmig für „Heinrich-Goldberg-Saal“.

Den Namen des in Neukirchen geborenen Mundartdichters hatten Bernd Arnold und der örtliche Heimat- und Verkehrsverein vorgeschlagen, sie erhalten dafür jeweils 250 Euro. „Der Heimatdichter und Mundartforscher Heinrich Goldberg stammte aus einer hiesigen Bauernfamilie“, erklärt Hans-Peter Burs vom Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen. Sehr prägend sei für Heinrich Goldberg die Begegnung mit dem Repelener Lehmpastor Felke gewesen. Er wandte sich danach selbst der Heilkunde zu und befasste sich mit der Augendiagnostik. Die Menschen in der Umgebung nannten ihn bald nur noch den „Doktor“. Zu Fuß machte Heinrich Goldberg viele Krankenbesuche. Diese Reisen über Land dienten ihm zugleich für seine Arbeit am Rheinischen Wörterbuch und für seine Bühnenstücke in niederrheinischer Mundart.

Die Jurymitglieder Bernd Zibell und Katrin Steffans (Sparkasse),Ulrike Reichelt (Schulkulturbeauftragte), Hans-Peter Burs vom Heimat- und Verkehrsverein Neukirchen und Pfarrer Hans Fricke-Hein waren sich einig: „Die Entscheidung für Heinrich-Goldberg-Saal birgt viel Potenzial, das wir in den nächsten Jahren hier heben können.“ Die feierliche Umbenennung ist für den 6. März geplant. Dann soll es zu Ehren des Namenspatrons eine Aufführung seiner Mundartstücke geben. Zudem wird eine Gedenktafel an der Sparkasse an Heinrich Goldberg erinnern, der im Februar 1958 im Alter von 82 Jahren verstorben war.