Ein Haus für alle

Foto: Christoph Karl Banski

Hoerstgen..  Mit einem Neujahrsempfang für Gemeinde, Nachbarn, Freunde und Unterstützer feierte die Evangelische Kirchengemeinde Hoerstgen den Einzug in ihr erneuertes Gemeindehaus an der Dorfstraße. In zweijähriger Bauzeit war in der Hülle des 115 Jahre alten Ziegel-Hallenbaus ein modernes, einladendes, vielfältig und wirtschaftlich nutzbares Gemeinde- und Nachbarschaftszentrum entstanden.

Jetzt stehen Bistro, Besprechungs-und Gruppenraum sowie ein kleiner Saal mit hoher Decke für die Chöre und andere musische Angebote zur Verfügung. Zum großen Saal zusammengeschlossen reichen sie für über 100 Menschen an Tischen und noch viel mehr in Stuhlreihen. Platz genug für die zahlreichen Gruppen und Kreise der Gemeinde, sowie für kulturelle Veranstaltungen und weitere Angebote, die vielleicht in Zukunft unter das Gemeindedach kommen. Anfragen und Ideen für Kurs- und Beratungsangebote liegen auf jeden Fall schon vor.

Trotz der hohen und kostspieligen Sicherheitsauflagen hatte sich die Gemeinde für den Ausbau in zwei Stockwerken entscheiden. Das Obergeschoss wurde von Architekt Holger Hölsken, Wesel, als „Haus im Haus“, von unten auch in seiner Konstruktion erkennbar, konzipiert.

Die oberen Räume sind noch nicht voll ausgebaut. Das Weiterbauen hängt von neuen Einnahmen ab. Ausgebaut wäre oben ein vollwertiges Jugendheim, auf das in der Gemeinde auch dringend gewartet wird.

Überzeugende Arbeit derHandwerker und des Architekten

Im Namen des Presbyteriums dankte Wolfgang Grimm den Handwerkern und dem Architekten für rundherum überzeugende Arbeit, den Helferinnen und Helfern bei Freiwilligeneinsätzen und den Geberinnen und Vermittlern von Geldbeiträgen und Sachspenden. Er bat sie aber auch, mit Geben und Helfen noch nicht nachzulassen.

Ein besonders herzlicher Dank und Applaus galt dem langjährigen Kirchmeister der Gemeinde, Thomas Hirth aus Kamp, der sich während der gesamten Bauzeit noch mehr als andere für das Vorhaben und seine möglichst sparsame Verwirklichung eingesetzt hatte.

Das neue alte Haus und seine Räume überzeugen und begeistern bisher alle Besucher. Viele betreten es beim ersten Mal mit einem „Aah!“ auf den Lippen. Und das ist doch eigentlich das schönste Ergebnis beim Bauen.