Ein gutes Signal: Viele Kamp-Lintforter wollen helfen

Infotreffen von Kirche und Caritas für Flüchtlingshelfer
Infotreffen von Kirche und Caritas für Flüchtlingshelfer
Foto: Christoph Karl Banski
Der Infotreff von Caritas und Kirche in Kamp-Lintfort stießauf reges Interesse bei den Bürgern, die sich einbringen wollen

Kamp-Lintfort..  Für die Migrationsberaterin der Caritas, Sabine Marx-Krimi, und Pastoralreferent Thomas Riedel war der Abend ein Erfolg: Über 40 Kamp-Lintforter kamen am Dienstagabend in den Cari-Treff, um sich darüber zu informieren, wie sie persönlich dazu beitragen können, dass es Flüchtlingen in Kamp-Lintfort besser geht.

Vorab lieferte Sabine Marx-Krimi Basisinformationen und erzählte über ihre tägliche Arbeit. „Flüchtlinge haben ein Gesamtpaket an Problemen“, sagte die Migrationsberaterin. Das Sozialamt unterstütze die Asylbewerber in der Zeit, in der sie auf Asyl warten. Doch hingen sie in diesen ein- bis anderthalb Jahren in der Schwebe und könnten noch nicht aktiv anfangen, sich ein neues Leben aufzubauen. So verwandele sich dann der Elan, mit dem sie in Deutschland Fuß fassen wollen, häufig in Frust. Dazu käme, dass viele bei Problemen ganz auf sich alleine gestellt seien.

Das Ehrenamt

Und genau hier kommen die ehrenamtlichen Helfer ins Spiel. Sie können die Flüchtlinge in den Bereichen Sprache, Sachspenden, Begleitung/Kontakt, Freizeit und Organisation unterstützen. Ein konkretes Konzept lieferten Marx-Krimi und Riedel nicht – die freiwilligen Helfer sollten die Möglichkeit haben, ihre eigenen Ideen und Pläne mit einzubringen. Denn: „Wenn ich das gestalten kann, dann tue ich das auch“, sagte Thomas Riedel. So soll das Organisationskonzept durch ein aktives Miteinander erstellt werden.

Letztendlich waren viele der Gäste von der Idee, sich als freiwillige Helfer zu melden, aber sich nicht zu verpflichten, eine bestimmte Aufgabe in der Organisation einzunehmen, angetan. Für Sabine Marx-Krimi und Thomas Riedel war das Wissen wichtig, neue Helfer kontaktieren zu können, wenn Asylbewerber bei bestimmten Problemen Hilfe brauchen – sei es die Begleitung zum Arzttermin oder ein Schrank, der in eine Wohnung getragen werden muss.

Trotz großer Begeisterung und positivem Feedback der Helfer, scheint aber ein wesentliches Problem zu bleiben – Organisatoren zu finden, die eine Gesamtstruktur in die gesammelten Ideen und Pläne bringen.