Ein Cafe im Verkehrspavillon
19.02.2010 | 06:00 Uhr 2010-02-19T06:00:00+0100
Kamp-Lintfort. Die Kamp-Lintforter sind aufgerufen, sich an den Planungen für die Umgestaltung der Moerser Straße von der Friedrichstraße bis zum Kreisverkehr zu beteiligen. Angeboten werden eine Info-Veranstaltung im Rathaus und eine Offene Planwerkstatt.
Die Stadt verändert sich. Das Einkaufszentrum „Drei Eichen” kommt, und der Bereich der Moerser Straße zwischen der Friedrichstraße und dem Verteilerkreis sowie die Friedrichstraße zwischen Ring- und Königstraße werden ein neues Gesicht erhalten. Nun sind die Bürger gefragt. Wie soll ihre Stadt zukünftig aussehen?
Der Fläche rund um den verkehrspavillion kommt dabei größte Bedeutung zu. Grund und Boden gehören der Stadt, die Nutzung des Pavillons obliegt indes dem Verkehrsverein. Bürgermeister Dr. Christoph Landscheidt: „Da ist derzeit nix los.” Die Stadt könne sich dort eine gastronomische Nutzung vorstellen; derselben Meinung sei, so Landscheidt, auch der Verkehrsverein.
Ein Cafe´ im Pavillon mit Tischen und Stühlen rundherum unter schattigen Bäumen – eine angenehme Vorstellung. Jedoch ist dann mit Autoverkehr und Parkplätzen Schluss auf diesem Teil der Moerser Straße. Daher gibt's insgesamt fünf Varianten, an denen sich die Kamp-Lintforter orientieren können: ohne Parkplätze, mit Parkplätzen und auch mit einer kleinen Stichstraße bis zum Verteilerkreis. Die Friedrichstraße wird als Verbindung zum Hochschulstandort für den Verkehr geöffnet bleiben. Alles ist möglich – aber was ist gewollt?
Der Einzelhandel, so Bürgermeister Landscheidt, habe Interesse an einer Durchfahrt neben dem Pavillon und möglichst vielen Parkplätzen. Abgesehen von den stadtplanerischen und gestalterischen Überlegungen könnte auch indes auch das leere Stadtsäckel die Planungen beeinflussen. „Jeden Parkplatz müssen wir selber bezahlen”, gibt Landscheidt zu bedenken. Die in Aussicht gestellten Fördermittel dürfen dafür nicht verwendet werden, und schon jetzt klafft in der Finanzierung eine Lücke von bis zu 200 000 Euro. Dies ist der Eigenanteil, den die Stadt noch nicht hat aufbringen können.
Doch das Ende des Geldes, so formuliert es der Bürgermeister, dürfe nicht das Ende der Ideen sein. Der Umbau des Bereiches rund um den Verkehrspavillon soll mit der Eröffnung des Einkaufszentrums abgeschlossen sein; noch ist genug Zeit, das Geld aufzutreiben. Zuvor jedoch müssen die Bürger entscheiden, es später einmal aussehen soll.
Bürgerbeteiligung:
Jetzt sind die Bürger gefragt: Zuerst werden die Planungsentwürfe der Landschaftsarchitekten am Donnerstag, 25. Februar um 19 Uhr im Sitzungssaal 1 des Rathauses vorgestellt, anschließend wird über die Entwürfe diskutiert. Am Freitag, 26. Februar können die Bürger dann in einer Offenen Planwerkstatt an der Moerser Straße 265 b (im Jugendcafe) mitreden, den Planern über die Schulter gucken und sich selbst an der Planung beteiligen. In der Woche danach werden die Ergebnisse im Rathaus ausgestellt. Auch im Internet können sich die Bürger in der Woche nach der Planwerkstatt unter www.kamp-lintfort.de/Verkehrspavillon informieren und danach abstimmen.
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