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Thorsten Kalmutzke leitet die Kampagne zur Bewerbung für die Landesgartenschau .
Thorsten Kalmutzke leitet die Kampagne zur Bewerbung für die Landesgartenschau .
Foto: Ulla Michels
Was wir bereits wissen
Noch sieben Wochen bis zur Abgabe der Bewerbung. Studien und Konzepte fertig

Kamp-Lintfort..  Am 28. August gibt die Stadt ihre Bewerbung um die Landesgartenschau 2020 beim zuständigen Minister Johannes Remmel (Grüne) ab. Sieben Wochen vor dem Termin herrscht Gelassenheit im Rathaus. „Alle Studien sind fertig, alle Konzepte liegen vor“, sagt Ariane Bauer, die sich um Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Das ist der Stand der Dinge:

Der Hintergrund

Die Idee, den Strukturwandel in Kamp-Lintfort durch eine Landesgartenschau zu befördern, ist nicht neu. Schon 2011 gab es Pläne, die für die laufende Bewerbung überarbeitet wurden. Ebenfalls als Grundlage der aktuellen Bewerbung dienen der Stadtentwicklungsplan 2020, das Freiraumkonzept „Grüne Bänder am Wasser“ und der Masterplan Bergwerk West. Wenn man diese Werke und ihre Handlungsempfehlungen auf einen Nenner bringen möchte: Kamp-Lintfort wandelt sich von einer Bergbaustadt alter Prägung zur modernen Stadt mit grüner Lunge und hoher Lebensqualität.

Die Bewerbung

Im Herbst 2014 beschließt des Rat, eine Bewerbung für die Landesgartenschau auf den Weg zu bringen. Dann folgt eine echte Fleißarbeit der Verwaltung und vieler anderer, die direkt oder indirekt mit dem Projekt zu tun haben. Zum Beispiel müssen die Verfasser der Bewerbung nachweisen, dass Flächen zur Verfügung stehen, dass Bürgerinnen und Bürger ausreichend beteiligt werden und dass die Finanzierung steht.

Das erwartete Verkehrsaufkommen spielt bei der Bewerbung ebenso eine Rolle wie ein plausibles Nachnutzungskonzept. Orientierung holen sich die Kamp-Lintforter zum Beispiel in Hemer. Dort, im Sauerland, fand die Landesgartenschau 2010 statt, heute zieht der Sauerlandpark Jahr für Jahr immer noch tausende Besucher an: Die Idee zur Nachnutzung ist dort aufgegangen.

Am 23. Juni dieses Jahres fasst der Rat den Beschluss, sich um die Landesgartenschau 2020 zu bewerben – ein rein formaler Akt, aber nicht ohne Symbolkraft. Die Bewerbung soll am 1. September im Düsseldorfer Umweltministerium persönlich übergeben werden.

Die Menschen

Die Menschen in Kamp-Lintfort, soviel kann man jetzt schon sagen, stehen hinter der Bewerbung. Das hat nicht wenig mit der intensiven Bürgerbeteiligung zu tun, die die Stadt auf den Weg gebracht hat. Zweimal gab es eine Landesgartenschau-Arena, in der der Stand der Entwicklung vermittelt wurde.

Stark beteiligt an der Bewerbung ist auch der Förderkreis, in dem viele Ideen und Details zur Bewerbung und für den Besuch der Kommission Mitte Oktober entwickelt werden. Auf dieser Grundlage ist auch das Landesgartenschau-Lied entstanden. Es soll am 8. August bei der Beachparty vom Projektchor uraufgeführt werden, das Publikum darf gern mit einstimmen. Und weil Landesgartenschau immer viel mit Pflanzen zu tun hat, gibt es am 1./2. August die Aktion Kamp-Lintforter Gärten, bei der bislang 25 private Gärten ihre Pforten öffnen.