Ein Bote bei jedem Wetter
30.12.2010 | 17:05 Uhr 2010-12-30T17:05:00+0100
Moers.Um halb vier ist für Dieter Mühlenberg die Nacht zu Ende. Schnell gewaschen, rein in die Klamotten, zwischendurch ein paar Schlucke heißen Kaffee. Dann geht’s mit dem Auto zur Kurt-Schumacher-Allee.
110 NRZ-Ausgaben liegen dort, die der Zeitungsbote seinen Abonnenten bringen muss – egal bei welchem Wetter.
Seit über zwei Wochen schon liegt Schnee, um diese Uhrzeit ist es wieder deutlich unter Null. Der Repelener trägt mehrere Schichten Kleidung: Mütze, zwei Unterhemden, Hemd, zwei Jacken, lange Unterhosen, dicke olle Jeans: „Das brauchst du“, sagt der 60-Jährige, „sonst ist es zu kalt.“
Prima, der Lieferwagen aus der Essener Druckerei hat die Zeitungspakete für die Boten pünktlich abgeladen. Das ist bei diesen Straßenverhältnissen nicht selbstverständlich. „Montag kam der Wagen erst nach vier, weil die Straßen so glatt waren“, erinnert sich Dieter Mühlenberg. Die Verspätung kann problematisch werden: „Ich hab’ ja auch Leser, die um sechs an ihrem Arbeitsplatz sein müssen. Die wollen gerne vorher die NRZ haben.“
Das Revier des ehemaligen Niederberg-Kumpels umfasst die Lintforter Straße, den Hohen Weg, die Käthe-Kollwitz- und Nebenstraßen. Mit dem Wagen fährt er ein Stück, packt einige Zeitungen auf den Arm und läuft los. Den größten Teil macht er zu Fuß. „Durch den hohen Schnee läuft es sich zwar mühselig“, weiß er. „Aber tückisch sind die geräumten Passagen, auf denen die Schneereste wieder frieren. Da rutscht man leicht.“ Ist er schon gestürzt? „Ja klar“, sagt Mühlenberg und grinst. „So’n paar Blessuren – ist doch normal. Aber ich habe mir noch nie richtig weh getan. Ich bin ziemlich beweglich.“ Der Wind bläst, die Kälte beißt im Gesicht an den Stellen, die sich nicht vermummen lassen. Gut eineinhalb Stunden braucht er, um alle Zeitungen zu verteilen: „Ohne Schnee schaff ich das in einer Stunde.“
Auch wenn der Job in diesen Tagen nicht leicht ist – Dieter Mühlenberg will ihn nicht mehr missen. „Wissen sie, ich bin 60, da muss man aufpassen, dass man beweglich bleibt. NRZ austragen – das ist für mich bezahltes Jogging.“
04:00
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10:49
Guten Morgen
ich bin auch zeitungsbotin und wenn ich mir hier die zahl anschaue die er weg bringt da kann ich nur drüber lachen ich habe jede nacht fast 700 zeitungen und muß um 1.00 uhr los und das in neuss wo ich sagen muß das ich meistens noch anderhalb bis zwei std auf meine zeitungen warten muß und dann muß ich hetzen was das zeug hält das nenn ich richtig malochen
an meine kollegen frohes neues jahr
marion C.aus neuss
09:47
Hiermit möchte ich mich bei unserem Zeitungsausträger/in bedanken.
Auch in Kamp-Lintfort war die Zeitung stets früh und trocken in unserem Kasten.
Danke und ein frohes neues Jahr !
18:13
Danke Dieter,
immer frisch am frühen Morgen, liegt die Zeitung vor der Tür! Super! :-)
Ein frohes neues Jahr!
21:17
Die Zeitung hält das was die Müllabfuhr, der Gelbe Sack und die Bahn versprechen.
(Alle reden vom Wetter. Wir nicht. - Altes DB Werbeplakat).
17:51
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14:59
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12:39
Na, das ist ja mal ein herzerfrischender Beitrag!
Endlich mal jemand, der nicht über das Wetter jammert, er nimmt es als gegeben und macht mit Sportgeist das Beste daraus.
Bitte weiter so, denn zum Glück können wir das Wetter noch nicht bestimmen, was auch gut ist.
Allen, die jetzt ihre Dienstleistung im Freien vollrichten ein schönes neues Jahr, Gesundheit und Freude an dem Job.
11:27
Für die stets pünktliche und frühe Zustellung der NRZ, Jahr ein Jahr aus, bedanke ich mich ganz herzlich.