Druckabfall in der Kabine

Moers..  Ob tiefenentspannt oder schwierig, no problem: „Wir kommen mit jedem Fluggast gut klar“, schildert Kim Schlothmann. Und einmal, da flog ein Prinz aus Dubai mit: „Der hatte ganz, ganz schlimme Flugangst.“ Da komme es gelegentlich vor, dass einer der beiden im Cockpit ‘mal nach hinten gehe und nach dem Rechten schaue.

Schnelligkeit ist Trumpf: Im zarten Alter von 23 Jahren legte Kim Schlothmann die Prüfung als Pilotin ab. Ihre Ausbildung war mit 50 000 bis 60 000 Euro nicht gerade billig. „Aber dafür habe ich schon mit 23 Geld verdient, meine Freundinnen, die studiert haben, waren erst mit 27 fertig und haben etwa genauso viel gekostet“, rechnet sie vor.

Inzwischen kann Kim Schlothmann auf sechs Jahre Flugerfahrung und 2000 Stunden in der Luft zurückblicken. Jedes halbe Jahr legt sie für die Charterfirmen eine Prüfung ab. „Dadurch bleibt man im Training.“ Das brauchte die Moerserin jedoch erst ein Mal: „Da hatten wir einen Druckabfall in der Kabine.“ Was man da macht: „Sinken.“ Was zwar wegen der Alpen darunter nicht ganz einfach war, aber doch „ganz professionell“ vonstatten ging.

Manchmal, wie unlängst im November, geht es auf Fernreise. Da steuert Kim Schlothmann mit ihrem Kollegen unter anderem Dubai, Singapur, Hongkong, Tokio, Bangkok und die Malediven an. Dann ist auch hier und da mal Zeit, sich ein bisschen von der Welt anzusehen. Gern ist die Pilotin auch in Skandinavien. „Da hab ich mein Rad mitgenommen und bin durch die Gegend geradelt.“ Bei so viel Reisen erübrigt sich auch die Frage, wann sie Urlaub macht: „Ich bin am liebsten Zuhause.“ Auch an den Feiertagen. Wenn kein Anruf kommt..