Dreieinhalb Jahre Haft für Einbruchsserie
11.08.2009 | 07:00 Uhr 2009-08-11T07:00:00+0200Eine Einbruchserie versetzte im Sommer 2005 Moerser Bürger in Angst. In nur 14 Tagen stiegen die Täter in drei Häuser ein, dreimal blieb es beim Versuch. Einer der Hauptverantwortlichen wurde nun vom Landgericht Essen wegen schweren Bandendiebstahls zu dreieinhalb Jahraen Haft verurteilt.
Der Prozess ging schnell über die Bühne, weil der Angeklagte ein Geständnis ablegte. Dass es so lange gedauert hat, bis der 32-Jährige auf der Anklagebank Platz nehmen konnte, lag in der Tatsache begründet, dass er in Frankreich lebte und für die deutsche Justiz zunächst nicht greifbar war.
Der Angeklagte, nach Roma-Recht verheiratet, stieg selbst nie in die Häuser ein. Er baldowerte vielmehr die Objekte aus und beauftragte Jugendliche aus seinem familiären Umfeld – darunter auch seinen eigenen Sohn – mit den Einbrüchen.
Die Serie in Moers begann am 10. Juni 2005. Durch ein Küchenfenster kamen zwei Jugendliche in das Haus an der Titusstraße. Sie erbeuteten Schmuck und Bargeld im Wert von 10 000 Euro. Weniger Glück hatten sie am selben Tag in der Bonifatiusstraße. Dort wurden sie verscheucht, weil eine Alarmanlage ausgelöst wurde.
Drei Tage später scheiterten die Einbrecher an der Balkontür eines Hauses an der Bergstraße. Am 20. Juni machten sie große Beute an der Christianstraße: Schmuck im Wert von 10 000 Euro. Einen Tag später schlug die Bande erneut an der Bergstraße zu. Diesmal stahlen sie Schmuck im Wert von 7 000 Euro. Am 23. Juni gaben die Täter einen Einbruchversuch – wieder an der Bonifatiusstraße – auf, weil sie sich beobachtet fühlten.
Die Beute lieferten die Jugendlichen beim Angeklagten ab. 15 000 Euro flossen zurück. Das Geld hinterlegten der Angeklagte und seine Familie zur Schadenswiedergutmachung. Doch es war nicht nur der materielle Schaden, den Richter Gerd Scheibe anprangerte. „Da werden häufig Sachen entwendet, die mit Geld nicht gut zu machen sind. Und die Geschädigten fühlen sich im eigenen Haus, in der eigenen Wohnung nicht mehr sicher”, hielt er dem Angeklagten vor Augen. Der 32-Jährige nahm das Urteil an.
07:55
Ich finde diese Strafe zwar angemessen, aber im Vergleich zu Strafen die gegen Kinderschänder (z.B. der Fall in Dorsten 2 Jahre auf Bewährung)
sieht man wie kaputt unser Rechtssystem doch ist.