Drahtesel vom Niederrhein helfen in Rumänien

Foto: NRZ

Am Niederrhein..  Der Pfarrer schaltete einen Werbeblock von der Kanzel. Die es hörten, erzählten es weiter. Schließlich kamen am ersten Verkaufstag hunderte Menschen aus der rumänischen Stadt Alesd und den umliegenden Dörfern zur künftigen Werkstatt, um dort in Volksfestatmosphäre Fahrräder auszuprobieren und zu kaufen, die aus Deutschland gespendet worden waren.

Stabilisierung der Einrichtung

Denn Fahrräder sind in Rumänien Mangelware. „Die erste Etappe des Projekts war überaus erfolgreich, dank der Spenden aus dem Duisburger Westen, Moers, Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Alpen und darüber hinaus vom gesamten Niederrhein und aus dem gesamten Ruhrgebiet. Denn mit dem Verkauf der Räder konnte das Waisenhaus ein altes Schulgebäude zur Fahrradwerkstatt umbauen, in dem Waisen eine Ausbildung machen können und in Rumänien eine Zukunftsperspektive haben“, erklärt Horst Manja, Geschäftsführer der Wert.Arbeit GmbH und Mitorganisator des Projekts. „Einen Dank an alle Spenderinnen und Spender, die das möglich gemacht haben.“

„Mit dem Erlös aus den Fahrradreparaturen kann das Waisenhaus zudem finanziell auf sichereren Beinen stehen als bislang“, unterstreicht Rainer Tyrakowski-Freese, Leiter des Diakonischen Werkes Kirchenkreis Moers und ebenfalls an der Organisation des Projekts maßgeblich beteiligt. „Das ist eine entscheidende Neuerung. Denn bislang finanziert es sich weitgehend über Spenden.“

Damit alle Fahrrad-Spenderinnen und -Spender auch genau nachvollziehen können, wie großartig ihre Unterstützung hilft, haben die Organisatoren für sie eine kleine Infobroschüre mit Fotos aus Deutschland und Rumänien, Zahlen, Fakten und Eindrücken erstellt. Diese wird den Helfenden zugesandt.