Diskussion über Barrierefreiheit geht weiter

Moers..  Die teilweise fehlende oder schlechte Barrierefreiheit im Rathaus wird den Behindertenbeirat am kommenden Dienstag beschäftigen.

Bei einer Begehung im September vergangenen Jahres waren diverse Mängel festgestellt worden. Zum Beispiel fehlt bei allen Toiletten für Behinderte eine Stange, die das Schließen der Tür von innen ermöglicht.

Beschriftungen für Sehbehinderte

Im Altbau sind zwei Feuerschutztüren für Behinderte nicht zu öffnen. Das Gleiche galt zum Zeitpunkt der Begehung auch für die Türen, die vom Altbau zur Übergangsbrücke zum Neubau führen. Die Eingangstür zur Cafeteria ist zudem laut Bericht ohne fremde Hilfe für Menschen mit Handicap nicht zu öffnen.

Als ebenso gravierend dürften es Menschen mit einer Sehbehinderung empfinden, dass es im gesamten Rathaus keine entsprechenden Beschriftungen gibt. Der Fachbegriff hierfür heißt taktile Beschriftungen. Solche Metallplatten ermöglichen blinden oder sehbehinderten Menschen durch das Ertasten von erhobenen Punkten Informationen zu erhalten.

Das Thema spielte bereits in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt Ende April eine Rolle. Dort wies das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt darauf hin, dass die Barrierefreiheit bereits bei der Planung des Neubaus entsprechend berücksichtigt worden sei. Zudem sei eine der Türen, die vom Altbau zur Übergangsbrücke führen, jetzt auf Kosten der Stadt behindertengerecht gestaltet worden.

Für den Ausschuss-Vorsitzenden Hartmut Hohmann (SPD) und Gabriele Kaenders (Linke) gibt es nach wie vor Handlungsbedarf. Deshalb soll im Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt weiter über die Barrierefreiheit im Rathaus gesprochen werden.